In einem ehemaligen Bürogebäude der Brauerei Feldschlösschen wird derzeit eifrig gebaut. In den kommenden sieben Monaten entsteht im Gebäude aus den 1930er-Jahren ein neues Besucherzentrum. «Wir wollen einen zentralen Ankunftspunkt schaffen und Interessierten auch spontane Besuche in der Brauerei ermöglichen», sagt Feldschlösschen-Sprecherin Gabriela Gerber.

In den letzten Jahren sei das Interesse an Brauereibesuchen deutlich gestiegen, so Gerber. Schon früh habe es auf dem Gelände ein Restaurant gegeben und man habe Gäste willkommen geheissen. Professionalisiert worden sei der Kontakt zu Besuchern dann in den 1980er-Jahren. «Seither kamen jährlich stets 20'000 bis 25'000 Besucher zu uns.» In den letzten Jahren ist die Zahl deutlich angestiegen, teilweise um 20 Prozent pro Jahr. Zusammen mit den 10'000 Besuchern am Tag der offenen Tür liegt die Zahl nun laut Gerber deutlich über 40'000.

Guides am Wochenende

Bislang mussten sich die Besucher – ausser am Tag der offenen Tür – für die geführten Brauerei-Rundgänge anmelden. Dieses Angebot bleibt auch mit dem neuen Besucherzentrum bestehen. Das Zentrum soll aber neu für spontane Besucher Informationen über die Brauerei bieten. Gerade an Wochenenden sei dies ein Bedürfnis, haben die Verantwortlichen festgestellt.

Zudem wird an den Wochenenden künftig ein Guide unangemeldeten Besuchern Einblicke ins «Feldschlösschen»-Innenleben geben. Anhand der Nachfrage werde man dann entscheiden, ob solche Guides auch unter der Woche im Einsatz stehen. Weiter sollen im Besucherzentrum auch digitale Tools Platz finden und für einen attraktiven Besuch der Brauerei sorgen. So könnten angemeldete Teilnehmer von Führungen, die mit dem Zug anreisen, auch allfällige Wartezeiten mit interessanten Informationen überbrücken, ist Gerber überzeugt. «Dadurch können wir für unsere Besucher die Qualität des Aufenthalts steigern.»

Ziel: 50 000 Besucher übertreffen

In einem ersten Schritt wird das ehemalige Bürogebäude «mit Augenmass» so saniert, dass es «eine Ausstrahlung erhält», wie es Gabriela Gerber formuliert. In einer ersten Phase wird das Besucherzentrum nur im Erdgeschoss eingerichtet. «Geplant ist aber auch der Ausbau des ersten Stocks», so Gerber. So soll das Angebot Schritt für Schritt ausgebaut und erweitert werden.

Während die Sanierungsarbeiten schon in vollem Gang sind, wird in den nächsten Wochen noch die Detailplanung finalisiert. Ziel ist es, das neue Besucherzentrum im September eröffnen zu können. Angedacht ist, dass es ab dann jeweils von Dienstag bis Sonntag geöffnet ist. Gabriela Gerber rechnet damit, dass die Besucherzahlen durch das neue Angebot in den kommenden Jahren weiter steigen. «Wir gehen davon aus, dass wir die 50 000er-Marke bald übertreffen werden.»