Kaisten
So klein und allein am Wegesrand

Kaisten Vor fast vierhundert Jahren wurde die Wendelinskapelle auf dem Kaisterfeld erbaut. Der sakrale Kleinbau weist Sanierungsbedarf aus.

susanne hörth
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Die Kaister Wendelinskapelle steht direkt an der Fahrbahnkante. sh

Die Kaister Wendelinskapelle steht direkt an der Fahrbahnkante. sh

Auf dem Kaisterfeld zwischen Kaisten und Laufenburg steht die kleine Wendelinskapelle. Könnte das alte Gemäuer sprechen, so würde es seinen Zuhörern sicherlich so manch Spannendes zu erzählen wissen. Geschichten, die sich im Laufe der Jahrhunderte zugetragen haben. Erbaut wurde die sakrale Kleinstbaute im Jahre 1672. Die einst wichtige Bedeutung, die dem kleinen Gotteshaus als Bezugs- und Orientierungspunkt bei Flurprozessionen und Bittgängen zukam, gilt längst nicht mehr. Einzig an der jährlichen Wallfahrt von Hornussen nach Todtmoos kommt der Kapelle diese Aufgabe wieder zu.

Direkt an Autostrasse

Wahrgenommen wird die Wendelinskapelle heute in erster Linie von den vielen, täglich vorbeifahrenden Automobilisten. Der Standort direkt an der Fahrbahnkante einer gut befahrenen Strasse wie auch die unmittelbare Nähe zur Schaltzentrale, einem Eckpfeiler im internationalen Stromverbund, ist nicht wirklich ein idealer Standort für die Kapelle. Wenig ideal und zudem gefährlich. Gefahr droht von der Strasse her. Für mögliche Besucher der Kapelle, Verkehrsteilnehmer und für das Gebäude selbst. Erst kürzlich ist ein Automobilist bei Glatteis ins Schleudern geraten und gegen den Pfeiler im Eingangsbereich des Sakralbaues geprallt. Eine temporäre Baustütze sichert bis zur Schadensbehebung das Dach.

Auch ohne durch den Unfall entstandenen Schaden besteht bei der Wendelinskapelle Handlungsbedarf. Das Rad der Zeit hat viele Spuren im Innern wie auch Äussern hinterlassen. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Eine Sanierung, die aber nur mit Beizug der kantonalen Denkmalpflege geschehen darf. Denn das Kirchen-Kleinod steht unter Denkmalschutz.

Einfache Sanierung im Innern

Ein Laufenburger Privatmann ist zurzeit im Innern des Gebäudes mit sanften Renovationsarbeiten beschäftigt. Die ehrenamtlichen Arbeiten erfolgen alle in Absprache mit der Denkmalpflege. Der Laufenburger habe schon mehrere Schichten des alten Verputzes abgeklopft, konnte die az Aargauer Zeitung vonseiten des Kaister Pfarramtes vernehmen. Das Bewusstsein immer auch auf den von der Strasse her lauernden Gefahren wäre es wünschenswert, wenn das geschichtsträchtige Kirchenkleinod mit der Zeit wieder vermehrt Besucher in seinem Innern begrüssen dürfte.

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