Herznach
Sicherheitsfrage: wenn Werbeplakate und Raser Fussgänger gefährden

Robert Maier macht in Herznach auf die Gefahren der Strasse aufmerksam. Eine Bedrohung für die Sicherheit sieht er nicht nur in zu schnellen Fahrern.

Mira Güntert
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Werbeplakate neben dem Fussgängerstreifen sind Robert Meier ein Dorn im Auge.

Werbeplakate neben dem Fussgängerstreifen sind Robert Meier ein Dorn im Auge.

Für Robert Meier geht es um die Sicherheit in Herznach. Vor allem um den Schutz der Kinder auf dem Schulweg. Wenn er irgendwo die Sicherheit bedroht sieht, dann spricht er es aus.

«Das Hauptproblem ist, dass seit Jahren zu schnell gefahren wird», sagt Meier. Es mache ihn rasend vor Wut, wenn er dabei zusehen müsse, wie viele Autos und Lastwagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Hauptstrasse unterwegs seien.

Robert Meier ist nicht einer, der nur über Probleme palavert. Er versucht sie zu lösen. So hat er schon Lastwagenfahrer auf ihre hohe Geschwindigkeit angesprochen. «Die Chauffeure haben nur gesagt, dass sie unter Zeitdruck stünden und deshalb so schnell fahren müssen», sagt Meier. Der Rentner war selber 21 Jahre lang Berufschauffeur. Dabei hat er unter anderem Milch vom Fricktal nach Estavayer FR ausgeliefert.

Zu auffällige Radarkästen

Die Regionalpolizei kann bei Meiers Anliegen, mehr Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen, nicht viel machen. «Niemand möchte einen Radarkasten auf dem Hausplatz», sagt Meier. Und die Blitzkästen auf öffentlichem Grund seien wohl so offensichtlich, dass kaum jemand beim zu schnellen Fahren erwischt werde.

Doch nicht nur das überhöhte Tempo im Dorf bereitet Robert Meier Sorgen. Werbeplakate neben Fussgängerstreifen, die die Automobilisten ablenken, stellen für ihn eine Gefahr dar. Deshalb plädiert es dafür, dass beispielsweise am Bachgeländer vor der Post keine Plakate mehr montiert werden dürfen.

«Tausend Mal geht alles gut. Doch beim 1001. Mal passiert etwas», sagt er. «Ich habe auch schon mal ein Plakat abgehängt und zum Gemeindehaus gebracht», sagt er. Das sei sein gutes Recht. Er dürfe es bloss nicht kaputtmachen.

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