Fricktal
Herausforderungen und teils schmerzhafte Entscheidungen bei den Schlussfeiern der Schulen

Heute ist der letzte Tag des Schuljahres. Aufgrund von Corona können grosse Abschluss- und Zensurfeiern nicht durchgeführt werden, weshalb sich Schulen Alternativen ausdenken mussten. Die reichen vom Sternenmarsch über die Projektwoche bis hin zum Flashmob.

Simon Widmer
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Die dritte und die vierte Klasse des Schulhauses Obermatt in Möhlin bemalten in der Projektwoche vor den Sommerferien Betonbänke.

Die dritte und die vierte Klasse des Schulhauses Obermatt in Möhlin bemalten in der Projektwoche vor den Sommerferien Betonbänke.

Schule Möhlin Obermatt

Heute geht ein turbulentes Schuljahr zu Ende. Es war ein Jahr voller Masken und Klassen in Quarantäne, ein Hin und Her zwischen Einschränkungen und Lockerungen. Ein Schuljahr, das die meisten wohl auch gerne hinter uns lassen. Doch wie schliesst man das gebührend ab?

Denn auch dieses Jahr können die Schulabschlüsse wegen Corona nicht wie gehabt durchgeführt werden. Andere Jahre hat etwa die Bezirksschule Möhlin jeweils eine Zensurfeier für ihre Abschlussklassen mit 400 bis 500 Personen durchgeführt. Dieses Jahr führte man den Abschluss für jede Klasse einzeln durch, damit die BAG-Richtlinien noch eingehalten werden konnten, erklärt Philipp Iten, Schulleiter der Bezirksschule Möhlin.

Keine grosse Feier wegen Corona

Einen ähnlichen Weg wählte die Oberstufe Frick. Sie übergaben die Zeugnisse im Klassenverbund den Abschlussklassen in Anwesenheit der Eltern. Lothar Kühne, Schulleiter, sagt: «Wir haben das bereits letztes Jahr so gemacht und waren zufrieden damit.»

Einen anderen Ansatz wählte die Kreisschule Laufenburg. Anstatt eines Events pro Klasse mit den Eltern veranstalteten sie gestern eine grosse Feier nur mit den Schülerinnen und Schülern sowie mit den Lehrpersonen. Anton Herzog, Teil der Schulleitung, sagt:

«Wir mussten uns entscheiden: entweder mit den Eltern und jede Klasse einzeln oder alle zusammen ohne Eltern.»

Dafür gäbe es eine Liveübertragung des Events für Freunde und Verwandte. «Natürlich ist es schade, wenn sie nicht vor Ort sind. Die Übertragung hat aber den Vorteil, dass man sie aufnehmen kann und so ein Andenken hat», sagt Herzog.

Abschluss nur klassenintern

Im Gegensatz zu den Abschlussjahrgängen machen es die Schulen bei den übrigen Klassen alle gleich: einen kleinen Abschluss im Rahmen der Klassen. Da sei es aber generell den Lehrpersonen überlassen, wie dieser gestaltet würde.

Ähnlich handhabt es auch die Primarschule Stein. Irène Lorenzon, Schulleiterin, sagt:

«Wir machen keine grosse Schulschlussfeier. Stattdessen machen wir einen klasseninternen Abschluss mit einer Verabschiedung der Sechstklässler.»

Gleich ist es auch in der Primarschule in Frick, wo es auch nur eine Verabschiedung für jene Klassen gibt, die in die Oberstufe übertreten. Der Rest hat nach Stundenplan Unterricht.

Gewisse Schulen veranstalten jedoch trotzdem einen Anlass als ganze Schule. In der Primarschule Zeihen organisieren die Sechstklässler etwa einen Sternmarsch. Die Schule Kaiseraugst habe solch eine Wanderung auch immer gemacht, dieses Jahr würde es aber einfach einen Abschluss auf der Fussballwiese mit allen geben, sagt Schulleiter Thomas Kaiser.

Mettauertal führt einen Parkour mit verschiedenen Posten für die Kinder durch und Magden macht einen Flashmob, der auf Video aufgenommen wird.

Möhlin Obermatt veranstaltet Projektwoche

Ganz anders macht es das Schulhaus Obermatt in Möhlin. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Zeugnisse bereits letzten Freitag erhalten. In der letzten Woche vor den Ferien wurde nun eine Projektwoche mit dem Thema Natur und Pausenhof durchgeführt. Elli Eberhart, Schulleiterin, erzählt: «Das Ziel ist es, den Pausenhof bunter zu machen. Wir haben dafür zum Beispiel die Betonbänke angemalt. Einige haben auch Museen besucht und Bienenhotels gebastelt.»

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