Rheinfelden
Dieses Spiel ist nicht nur ein Training für das Gedächtnis – sondern bringt auch spannende Infos zur Zähringerstadt

Paloma García-Amorena und Reto Mathys haben gemeinsam ein Memo-Spiel mit Rheinfelder Motiven entwickelt. So zeigen die Kärtchen unter anderem den Storchennestturm, das Rote Haus oder die Rheinbrücke. Wer das Spiel spielt, trainiert also nicht nur das Gedächtnis, sondern lernt auch noch was dazu.

Horatio Gollin
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Paloma Garcia-Amorena und Reto Mathys haben gemeinsam ein Memo-Spiel über Rheinfelden entwickelt.

Paloma Garcia-Amorena und Reto Mathys haben gemeinsam ein Memo-Spiel über Rheinfelden entwickelt.

Horatio Gollin

Paloma García-Amorena und Reto Mathys haben ein Memospiel für Rheinfelden entwickelt. Das Memospiel Rheinfelden besteht aus 49 Kärtchen mit 24 Motiven. Die Kärtchen zeigen beispielsweise die Marktgasse, den Obertorturm oder die Feldschlösschen Brauerei.

Die Paare werden jeweils aus einem Foto und einem Aquarellbild gebildet. Das 49. Kärtchen ist ein Joker, der für sich alleine gewinnt. «Den Joker gibt es in keinem anderen Memospiel», sagt Paloma García-Amorena und Reto Mathys ergänzt, dass «so immer eine Person gewinnt». Das Spiel kann seit Februar im Geschäft Unikat45 und bei Tourismus Rheinfelden gekauft werden.

Der Kaufmann und die Künstlerin

Die Spielanleitung hat Mathys um Kurzbeschreibungen der Motive ergänzt, sodass man beim Spielen etwas über die Zähringerstadt lernt. Zehn der Zeichnungen haben sie auch als Postkarten drucken lassen.

Paloma Garcia-Amorena und Reto Mathys haben gemeinsam ein Memo-Spiel über Rheinfelden entwickelt.

Paloma Garcia-Amorena und Reto Mathys haben gemeinsam ein Memo-Spiel über Rheinfelden entwickelt.

Horatio Gollin

García-Amorena und Mathys haben sich im Sommer vergangenen Jahres kennen gelernt. Der 50-jährige Mathys wohnt in Zeiningen und betreibt seit sieben Jahren das Geschäft Unikat45 in der Marktgasse. Davor hat der gelernte kaufmännische Angestellte als freischaffender Theatermacher seinen Lebensunterhalt verdient.

Die aus Madrid stammende Paloma García-Amorena ist seit 1992 in der Schweiz und arbeitet in Zürich an der Höheren Fachschule für Tourismus als Spanischlehrerin. Die 51-Jährige ist auch Künstlerin, die vor allem Bilder in Acryl und Mischtechniken malt. Sie hat in Zürich ihr Atelier.

In den Ferien reifte die Idee für das Spiel

«Ich hatte schon früher die Idee gehabt, so etwas zu machen, weil ich das Städtli wunderschön finde», erzählt Mathys. «Aber man hat Ideen und macht es dann doch nicht.» Die Realisierung des Memospiels wurde erst im Oktober konkret, als er García-Amorena davon erzählte. Sie erinnert sich:

«Reto hat mich im Urlaub im Engadin gefragt, ob wir ein Memospiel von Rheinfelden machen wollen. Das hat mich gefreut, weil ich sehr gerne zeichne.»

Schon seit Jahren führt sie immer ein Skizzenbuch mit sich, geniesst es, irgendwo zu sitzen und zu zeichnen. Im Gespräch zwischen den Beiden reifte die Idee und die beiden gingen das gemeinsame Projekt an. Zusammen wählten sie die Motive aus und machten die Fotos, auf deren Grundlage García-Amorena mit Fineliner Zeichnungen im A5-Format anfertigte.

Diese übermalte sie als Aquarelle und zog die Konturen mit Fineliner nach. «Pro Bild brauchte ich mindestens zwei Stunden», schätzt García-Amorena. Die Bilder scannten sie ein.

Weitere Städte sollen schon bald folgen

Für die Memokärtchen wählten sie einen quadratischen Ausschnitt aus der Zeichnung, für die Postkarten konnte das ursprüngliche Format übernommen werden. Mathys sagt:

«Eigentlich waren wir relativ schnell. Nach fünf Monaten war es fertig.»

Die Entwicklung des Spiels hat den Beiden so viel Spass gemacht, dass sie planen, auch für Basel, Luzern und Zürich Spiele zu entwickeln.

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