Laufenburg

Rettung nach dem Schiffbruch — Sanierungskonzept für Museum Schiff

Für ein Sanierungskonzept des Museums Schiff bewilligten die Vereinsmitglieder einen Kredit über 25000 Franken.

Für ein Sanierungskonzept des Museums Schiff bewilligten die Vereinsmitglieder einen Kredit über 25000 Franken.

Der Laufenburger Museumsverein Schiff will ein modifiziertes Sanierungskonzept erarbeiten. Bei der Hauptversammlung stimmte nur eines der 43 anwesenden Mitglieder dagegen.

Im Mittelpunkt der 42. Hauptversammlung des Laufenburger Museumsvereins Schiff stand die gescheiterte Erweiterung, Erneuerung und Sanierung des Museums. Der Museumsverein wollte das Museum für 4,1 ­Millionen Franken erneuern und erweitern. Die Laufenburger Ortsbürger hatten im Februar einen für das Projekt notwendigen Kredit bei einer Referendumsabstimmung allerdings versagt.

Nun will der Verein ein modifiziertes Sanierungskonzept erarbeiten, wie es an der Hauptversammlung hiess. Zur Finanzierung des Konzepts ist ein Kredit in Höhe von 25'000 Franken nötig. Von den 43 bei der Hauptversammlung im Schulhaus Burgmatt anwesenden Mitgliedern stimmte nur eines dagegen, zwei enthielten sich.

Gespräche mit den Projekt-Gegnern laufen

Sowohl Stadtammann Herbert Weiss als auch Bürgermeister Ulrich Krieger sind von dem Konzept überzeugt und stimmten ebenfalls dem 25'000-Franken-Kredit zu. Auf Initiative des Stadtrates von Laufenburg (CH) fanden bereits Gespräche mit den Gegnern der ursprünglich geplanten Erweiterung statt, um auszuloten, wie und in welcher Form das Projekt noch zu retten ist.

Wie Ulrich Krieger erklärte, wird die Stadtverwaltung auf badischer Seite das Projekt erst dann ihrem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen, wenn es auf Schweizer Seite genehmigt ist. Entsprechende Mittel seien im Haushalt aber bereits eingeplant, so Krieger.

Laufenburger Motive in neuer Ausstellung

«Trotz allem Ungemach sind unsere Ausstellungen auf reges Interesse gestossen», erklärte Vereinspräsident Hannes Burger in seinem Jahresbericht. Dazu gehöre die Ausstellung «Historische Landkarten», die vom Oktober 2017 bis Februar 2019 dauerte und die Ausstellung «Biblia deutsch», die Ende März 2019 öffnete und bis zum 6. September 2020 von über 2000 Ausstellungsbesuchern aufgesucht wurde.

Am Samstag, 10. Oktober, um 16 Uhr wird die nächste Ausstellung «Bilder erzählen Geschichten» mit einer Vernissage eröffnet. Sie wird bis in den Sommer 2021 dauern. Es werden Laufenburger Motive verschiedener Maler gezeigt.

Vorstandsmitglied überraschend verstorben

Die Jahresrechnung 2019 und das Budget 2020 wurden von Joe Schnetzler vorgelegt. Die Jahresrechnung schloss mit einem kleinen Gewinn ab. Das Budget sieht neben den üblichen Posten den sicherheitsrelevanten Unterhalt der elektrischen Hausinstallation in Höhe von 5250 Franken vor. Für den Erwerb eines Rollregals von der Stadt Laufenburg (CH), die zur Aufbewahrung wertvoller Bilder in der Zivilschutzanlage in Sulz dient, genehmigte die Versammlung ausserdem einen Kredit von 12'000 Franken.

Im Mai war überraschend das Vorstandsmitglied Alois Schnetzler aus Laufenburg (CH) verstorben. In den Vorstand des Museumsvereins wurden neu André Hönig aus dem badischen Laufenburg und Daniel Waldner aus Kaisten gewählt. Martin Blümcke, der zu den 60 Mitgliedern aus dem badischen Laufenburg gehört, wünschte sich die nächste Generalversammlung wieder einmal auf deutscher Seite.

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