Fricktal

Postagenturen werden in diesen drei Gemeinden akzeptiert

Im Oktober schloss die Post die Poststelle in Gipf-Oberfrick und eröffnet sie als Filiale gleich nebenan im Volg.

Im Oktober schloss die Post die Poststelle in Gipf-Oberfrick und eröffnet sie als Filiale gleich nebenan im Volg.

Die Kaiseraugster Bevölkerung hat sich mit neuer Post-Lösung arrangiert. Gleiches gilt für Herznach und Gipf-Oberfrick.

Die Gegenwehr in Herznach, Gipf-Oberfrick und Kaiseraugst war gross, als die Post beschloss, dort ihre Poststellen zu schliessen und stattdessen eine Agentur mit einer Bedientheke in einem Laden oder Kiosk einzurichten. Die Petitionen zum Erhalt der Poststellen, die in allen drei Gemeinden lanciert wurden, blieben erfolglos. Die AZ hat bei den drei Gemeinden nachgefragt, wie die neuen Postfilialen mit Partner bei der Bevölkerung angekommen sind.

«Nach dem Schock der Schliessung der Poststelle hat sich die Bevölkerung mit der neuen Lösung arrangiert», sagt Rolf Baumgartner, Präsident der FDP-Ortspartei in Kaiseraugst. Die FDP-Ortspartei sammelte zusammen mit CVP, SP und SVP über 1000 Stimmen für den Erhalt der Poststelle. Trotzdem wurde diese im November im Zentrum Liebrüti geschlossen.

Im Anschluss daran richtete die Post zusammen mit Valora im Kiosk des Einkaufszentrums eine Bedientheke ein. Ein grosser Pluspunkt für die Bevölkerung sei, dass die Post nach der Poststellenschliessung bei Coop einen «My Post 24»-Automaten aufgestellt hat, an dem rund um die Uhr Pakete abgeholt und aufgegeben werden können. «Der eine oder andere ist mit dem Standort unzufrieden. Beim Standort Coop gibt es jedoch die grösste Kundenfrequenz», so Baumgartner.

Auch die neuen Öffnungszeiten über den Mittag und die längeren Öffnungszeiten am Abend sowie am Samstag ­kämen vielen Berufstätigen entgegen. «Dadurch verteilt sich die Kundschaft besser und man muss nicht mehr so lange anstehen. Gerade am Samstag musste man zuweilen zwischen 15 und 20 Minuten warten», so Baumgartner. Ein kleiner Wermutstropfen sei, dass die Post ihren Status als Treffpunkt verloren habe. Gemeindeschreiber Rolf Dunkel sagt, dass er aus den verschiedenen Gremien noch nichts hinsichtlich der Post im Kiosk gehört habe. Dies deutet er als «positives Zeichen».

Reibungsloser Betrieb über Weihnachten

In Gipf-Oberick setzten sich die SP-Ortspartei sowie der Gemeinderat gegen die Schliessung der Poststelle ein. Seit Oktober werden die Postdienstleistungen an einer Theke im Volg angeboten. «Der Betrieb funktioniert reibungslos. Das hat man auch über Weihnachten gesehen, als die Gestelle mit Päckchen gut gefüllt waren», sagt Ammann Regine Leutwyler. Nach der Eröffnung der Posttheke habe es vereinzelnd Rückmeldungen gegeben, dass diese nicht gleich zu erkennen sei. «Wir haben dies der Post weitergegeben», so Leutwyler.

Elisabeth Burgener, Sprecherin der SP-Ortspartei, kritisiert die Mehrarbeit, die das Postangebot für die Volg-Angestellten bringt. «Sie haben mit Öffnungszeiten bis 21 Uhr schon lange Arbeitszeiten und müssen nun noch Zusatzaufgaben bewältigen», sagt Burgener. Die sei nicht im Sinne des Service public, welche die Post anbieten sollte.

Auch in Herznach bietet die Post ihre Dienstleistungen im Volg an; dies seit August 2018. Gemeindeamtmann Thomas Treyer hat sich mit Personen aus verschiedenen Altersschichten über das neue Angebot unterhalten. «Alle zeigen sich zufrieden.» Negative Rückmeldungen habe er keine gehört.

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