Fricktal
Pensionsplätze für Vierbeiner sind über die Ferien ausgebucht

Nur wer früh genug bucht, findet für Hund und Katze einen Platz im Tierferienheim. Denn: «Wir sind bis Anfang August ausgebucht», sagt Karl Güntert, Betreiber des Tierferienheims Röti in Mumpf.

Dennis Kalt
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Im Auslaufbereich des Tierferienheims Röti in Mumpf haben Horst (r.) und Kalle viel Platz, um sich auszutoben. (Dennis Kalt)

Im Auslaufbereich des Tierferienheims Röti in Mumpf haben Horst (r.) und Kalle viel Platz, um sich auszutoben. (Dennis Kalt)

In den nächsten Wochen packen viele Familien ihre Koffer, um in die langersehnten Sommerferien zu verreisen. Doch nicht alle kommen mit. Einige Tierbesitzer lassen ihre Vierbeiner zu Hause. Für Hunde- und Katzenbesitzer, die ihre Liebsten in der Ferienzeit nicht in de Hände von Bekannten oder Familienangehörigen geben können, bieten Tierferienheime eine Alternative. Doch gibt es dort überhaupt noch freie Plätze? Diese Zeitung hat bei vier Tierferienheimen nachgefragt.

«Wir sind bis Anfang August ausgebucht», sagt Karl Güntert, Betreiber des Tierferienheims Röti in Mumpf. Dort werden 80 Plätze für Hunde und 40 für Katzen angeboten. Dennoch empfiehlt Güntert den Tierbesitzern, bereits zwei Monate im Voraus zu reservieren, um einen Platz für die Sommerferien zu bekommen.

Je nach Hundegrösse müssen pro Tag in der Tierpension zwischen 28 und 32 Franken berappt werden, für eine Katze 20 Franken. «Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass die Tiere geimpft sind. Wir lassen uns immer den Impfpass vorlegen», sagt Güntert. Diese Impfpflicht gilt in allen Fricktaler Tierferienheimen.

Auch bei Beat Lienhard, Betreiber des Tier Art Hotels in Hornussen, sind Plätze derzeit Mangelware. «Wir haben viele Stammkunden aus Basel, Zürich und Luzern. Deswegen sollte man mindestens vier Wochen vor der Sommerferienzeit bei uns sein Haustier anmelden», sagt Lienhard, der in seiner Tierpension Platz für 15 Hunde und 20 Katzen hat. Dennoch rufen bei ihm immer wieder Kunden an, die noch kurzfristig einen Platz suchen. «Da bleibt mir dann nichts anders übrig, als abzusagen», sagt er.

Der Hund bekommt ein Bett

Kunden zahlen für ihren Hund je nach Grösse 44 oder 55 Franken pro Tag. «Dafür bekommt jeder Hund ein 8 bis 15 Quadratmeter grosses Zimmer, das mit einem Sofa, einer Matratze oder einem Bett ausgestattet ist», sagt Lienhard. Katzen werden mit 22 Franken pro Tag verrechnet. Dafür können sie Kletterbäume, Aussichtplattformen, separate Schlafnischen und eine Terrasse mit Schaukeln und Sofas nutzen.

Von den 19 Plätzen, die Anita Bascio in ihrem Katzen-Ferienparadies in Sulz anbietet, sind noch einige wenige frei. Die Unterbringung kostet 19 Franken pro Tag. «Wichtig ist es, dass schwarze und getigerte Katzen mit einem Halsband ausgestattet sind, um eine Verwechslung auszuschliessen», sagt Bascio.

Neun Monate im Voraus

Ennet des Rheins bietet der Tierschutzverein aus Badisch-Rheinfelden Ferienplätze für 13 Hunde – rund 11 Franken pro Tag – und 20 Katzen – rund 8 Franken pro Tag an. «Aufgrund der relativ niedrigen Preise kommen etwa ein Drittel unserer Kunden aus der Schweiz», sagt Tierpflegerin Mihaila Despotovic. Derzeit sind beim Tierschutzverein alle Pensionsplätze belegt. «Wer für die Hauptferienzeit auf Nummer sicher gehen will, muss rund neun Monate im Voraus reservieren», sagt Despotovic.

Damit die Fahrt zum Tierschutzverein am deutschen Zoll nicht endet, müssen Hunde und Katzen mit einer Tätowierung oder einen Mikrochip gekennzeichnet sein und eine gültige Tollwutschutzimpfung haben. Zusätzlich muss der Haustierbesitzer eine amtliche Veterinärbescheinigung dabei haben.