Heute Abend um 18  Uhr wird die 15. grenzüberschreitende Laufenburger «Altstadtweihnacht» von den beiden Stadtoberhäuptern Herbert Weiss und Ulrich Krieger offiziell eröffnet. Bis am Sonntagabend werden in den beiden Laufenburg rund 10 000 Besucher erwartet, die im speziellen Altstadt-Ambiente über den Markt bummeln. Rund 100 Stände erstrecken sich vom Marktplatz auf Schweizer Seite über die Rheinbrücke bis zum Rathaus auf badischer Seite.

Die Gassen sind bereits weihnachtlich dekoriert, die Häuschen, in denen die Marktfahrer ihre Waren anbieten, sind aufgebaut. «Wir sind bereit», sagt René Leuenberger vom Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg, der die «Altstadtweihnacht» auf Schweizer Seite organisiert.

Keine konkrete Gefährdungslage

Mitten in die Vorbereitungsarbeiten platzte am Dienstagabend die Meldung vom Terror-Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt im elsässischen Strassburg. Dort hatte ein Attentäter mit einer Handfeuerwaffe und einem Messer Passanten angegriffen. Beim Anschlag kamen drei Menschen ums Leben. Ein viertes Opfer ist hirntot, zwölf weitere wurden verletzt.

Die Verantwortlichen in Laufenburg haben reagiert. «Die Stadt hat Kontakt mit der Polizei Oberes Fricktal aufgenommen», sagt Leuenberger. Die Polizeipräsenz werde etwas ausgebaut. Polizeichef Werner Bertschi sagt: «Wir haben nach dem Anschlag von Strassburg die Lage nochmals neu beurteilt und geringfügige Anpassungen am bereits bestehenden Dispositiv vorgenommen. Es ist mir ganz wichtig, zu betonen, dass es aus der Sicht der Polizei zurzeit keine konkrete Gefährdungslage bezüglich der ‹Altstadtweihnacht› in Laufenburg gibt.»

Die Polizei markiere an der «Altstadtweihnacht» mittels uniformierter Fusspatrouillen «sichtbare Präsenz», so Bertschi weiter. Weitere Informationen zum Dispositiv wollte der Polizeichef nicht machen. Auch auf badischer Seite wird die Polizei vermehrt auf Streife gehen, wie es beim Ordnungsamt heisst. Die Sicherheitsstandards seien aber bereits seit dem Attentat in Berlin vor zwei Jahren hoch und eine Analyse diese Woche habe ergeben, «dass sich die Gesamtgefährdungslage nicht verändert hat».

Und so hoffen die Veranstalter auf stimmungsvolle drei «Altstadtweihnacht»-Tage, welche die Vorfreude auf Weihnachten steigern. «Die Besucherinnen und Besucher sollen ihren Aufenthalt am Weihnachtsmarkt geniessen», empfiehlt denn auch Polizeichef Werner Bertschi. Als Verhaltenstipp könne ihnen einzig der allgemeine Grundsatz der Aufmerksamkeit mit auf den Weg gegeben werden. «Verdächtige Wahrnehmungen jeglicher Art sind unmittelbar via Notruf 117 der Kantonalen Notrufzentrale zu melden, die dann die notwendigen Aufgebote erlässt.»

Impressionen der Altstadtweihnacht 2017: