Laufenburg

Nach nur einem Jahr: Die «Probstei» ist wieder ausgeschrieben

Für das Restaurant Probstei wird ein neuer Wirt gesucht.

Für das Restaurant Probstei wird ein neuer Wirt gesucht.

Pinar und Cemil Dindar verlassen das Lokal in der Laufenburger Altstadt aus familiären Gründen.

«Altstadtbeizli mit viel Charme sucht leidenschaftlichen Gastgeber»: So lautet die Ausschreibung auf Immobilienplattformen, mit der ein neuer Wirt für die Laufenburger «Probstei» gesucht wird.

«Wir sind leider schon wieder auf der Suche», bestätigt denn auch Eigentümer Guido Maier auf Anfrage der AZ. «Schon wieder», weil Pinar und Cemil Dindar aus Sissach das Lokal in der Laufenburger Marktgasse erst diesen Februar übernommen haben. Zuvor hatte die «Probstei» rund neun Monate leergestanden.

Es sei schade, dass das Wirtepaar Laufenburg bereits wieder verlasse, sagt Maier. «Sie haben viel Engagement gezeigt und hatten etwa seit dem Sommer auch an den Sonntag geöffnet.» Zudem hätten sie für Gruppen auf Anfrage auch am Ruhetag geöffnet.

Familiäre Gründe für den Abgang

«Die Kundschaft war vorhanden und ich habe auch keine negativen Kritiken gehört», so Maier weiter. Das Wirtepaar macht denn auch nicht den Geschäftsgang als Grund für den Abgang geltend. «Die Gäste sind gekommen, gerade in den Sommermonaten sind viele Touristen bei uns eingekehrt», sagt Pinar Dindar.

Der Entscheid, die «Probstei» nach nur einem Jahr wieder zu verlassen, sei aus familiären Gründen gefallen. «Wir wollen wieder mehr Zeit mit unseren drei Kindern verbringen», sagt sie. Im Rückblick hätten sie das Restaurant wohl etwas zu früh übernommen, räumt sie ein. «Wir dachten bei der Zusage, es würde gut funktionieren, aber die Kinder brauchen uns noch.»

Der Vertrag läuft noch bis Ende Januar und bis dahin wird das Wirtepaar sicher auch mit gewohntem Engagement in Laufenburg tätig sein. «Wir haben bis dahin auch noch einige Reservationen von Gruppen», so Dindar.

Allenfalls gibt es sogar noch eine kleine Verlängerung. «Sollte sich auf Anfang Februar kein Nachfolger finden, würden wir gerne auch noch über die Laufenburger Fasnacht hier bleiben.»

Hoffen auf möglichst nahtlosen Übergang

Die Ausschreibung ist seit rund zwei Wochen online. Bis anhin haben sich jedoch noch keine Interessenten gemeldet. Guido Maier hofft, dass sich das bald ändert – und dass ein nahtloser Übergang möglich ist. «Wir sind offen für Interessenten. Es wäre schade, wenn wir keinen Wirt fänden», sagt er. Denn das Potenzial im Städtli sei vorhanden und die «Probstei» sei in den letzten Monaten von den Gästen gut angenommen worden.

Das sind die Aargauer Gastro-News 2019

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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