Kommentar
Diese Wahl ist eine grosse Chance für Möhlin

Karl Eiermann ist abgewählt, mit Fredy Böni tritt Ende Jahr das langjährige Oberhaupt ab. Mit der Wahl von Markus Fäs kommt ein Ammann, der es versteht, Brücken zu bauen; Brücken, die es im angespannten Möhliner Politklima braucht.

Nadine Böni
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Markus Fäs, SP, frisch gewählt als Gemeindeammann von Möhlin.

Markus Fäs, SP, frisch gewählt als Gemeindeammann von Möhlin.

Nadine Böni / Aargauer Zeitung

«Der Gemeinderat erhält ein neues Gesicht», sagt der frischgebackene Möhliner Gemeindeammann ­Markus Fäs. Und schiebt nach einer kurzen Pause nach: «Ob es ein besseres Gesicht ist, wird sich zeigen.» Das liegt auch und entscheidend an ihm. Denn diese Wahl ist für Möhlin vor allem eines: eine grosse Chance.

Mit SVP-Urgestein Fredy Böni tritt Ende Jahr das langjährige Oberhaupt der Gemeinde ab. Das Verhältnis zwischen ihm und einem Teil der Bevölkerung war in den vergangenen Jahren zunehmend belastet, teilweise auch nachhaltig gestört. Das zeigte sich nicht zuletzt an den öfters hochemotional geführten Gemeindeversammlungen – und der einen oder anderen Niederlage, die der Gemeinderat dort einstecken musste.

Klar: Böni allein ist dafür nicht verantwortlich, es sassen auch vier weitere Gemeinderäte mit am Tisch. Und er ist trotz allem ein hoch verdienter Politiker, tat stets, was er für das Beste für sein Dorf hielt.

Trotzdem dürfte mit der Wahl von Fäs ein frischer Wind wehen. Fäs gilt als guter Kommunikator, als Mediator, als besonnener Mann, der es versteht, Brücken zu bauen. Das wird es in den kommenden Jahren brauchen im angespannten Möhliner Politklima. Ich bin überzeugt: Fäs wird es gelingen, Ruhe hineinzubringen.

Ein Vorteil dabei: Die omnipräsenten Wachstumsgegner im Dorf sind nun mit Hans Metzger und Loris Gerometta im Gemeinderat vertreten – sie haben nun die Chance, aktiv mitzugestalten. Die müssen sie nutzen.

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