Zeihen
Mit Karacho gings die Eichwaldstrasse hinunter

So einfach, wie es von den Zuschauerrängen her aussieht, ist es nicht. Ein erfolgreicher Lauf am Seifenkisten-Derby fordert viel Konzentration, Fahrgeschick und Mut.

Karin Pfister
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Seifenkisten-Derby Zeihen
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Seifenkisten-Derby Zeihen

Karin Pfister

140 Hütchen, 56 Strohballen und eine 400 Meter lange Strecke mit diversen Hindernissen und Kurven: Das war wie jedes Jahr die Ausgangslage für das Zeiher Seifenkisten-Derby. Es fand heuer zum 19. Mal statt. Und wenn in Zeihen Seifenkisten-Derby ist, dann strahlt fast immer die Sonne vom Himmel. «Zeihen ist die Toskana der Deutschschweiz», so Michel Dietiker, der zum ersten Mal am Mikrofon oben im Speakerturm sass und seine Premiere mit Bravour meisterte.

Der Start verlief diesmal etwas harzig. Mehrere der frühen Fahrer mussten von den Streckenposten zurück auf die Strecke geschoben werden, weil sich ihre Kisten in den Kurven gedreht hatten. «Das liegt daran, dass die Kinder die Strecke noch nicht kennen und das Tempo unterschätzen. Dann müssen sie vor den Kurven zu stark auf die Bremse treten», so Heinz Birri, Präsident des Vereins Seifenkisten-Derby.

40 Kinder am Start

Gefahren wurden insgesamt drei Läufe, wobei der schlechteste Lauf nicht mitgezählt wurde. Die Strecke ist für alle Kinder gleich neu; geübt werden kann jeweils vorgängig auf einer anderen Strasse im Dorf. Am Start standen 40 Kinder, darunter 9 Mädchen, zwischen 6 und 16 Jahren. Die Seifenkisten konnten beim Verein gemietet oder selber mitgebracht werden. «Wir kontrollieren vor dem Start bei jeder Kiste die Bremsen und schauen, dass die Sitzhöhe richtig eingestellt ist», so Heinz Birri.

Für die weitere Sicherheit sorgten wie immer die engagierten Streckenposten, die jeden Abschnitt sorgfältig überwachten. Im Verein hat im vergangenen Jahr ein Generationenwechsel stattgefunden. «Wir sind mit einer neuen, verjüngten Crew unterwegs und freuen uns, dass wir so viele neue Mitglieder gewinnen konnten», so der Präsident, der nach dem 20-Jahr-Jubiläum im nächsten Jahr ebenfalls aufhören möchte. Weitere Interessierte, die Kinder im Seifenkistenrennalter haben, seien jederzeit herzlich willkommen.

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