Rheinfelden
Millionen für Sanierungen des Strandbads und der Roberstenstrassse

Die Einwohnergemeinde kann weiter investieren. Die Rechnung 2012 ist erfolgreich. Bei einem Aufwand von 56,7 Millionen und einem Ertrag von 70 Millionen Franken konnten 6,5 Millionen abgeschrieben und ein Überschuss von 6,8 Millionen verbucht werden

Peter Rombach
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Die Roberstenstrasse befindet sich seit Jahren in desolatem Zustand und soll in drei Etappen saniert und zur Zone 30 umgebaut werden. ach

Die Roberstenstrasse befindet sich seit Jahren in desolatem Zustand und soll in drei Etappen saniert und zur Zone 30 umgebaut werden. ach

«Das zweitbeste Resultat in den vergangenen zehn Jahren», strahlte Stadtammann Franco Mazzi, als er am Dienstag Nachmittag an einer Pressekonferenz die aktuellen Zahlen erläuterte.

«Alle Investitionen konnten aus der Laufenden Rechnung finanziert werden.» Existierten 2003 noch knapp 30 Millionen Franken Schulden, liess sich mittlerweile ein Guthaben von 17,7 Millionen aufbauen, worin auch satte Zinsgewinne enthalten sind. «Wir hatten wieder ein sehr gutes Jahr», so Mazzis Fazit

Die Einkommens- und Vermögenssteuern sind leicht auf 26,7 Millionen gesunken. Die Aktiensteuern erhöhten sich wider Erwarten dank einiger Nachzahlungen auf 6,7 Millionen. Investitionsschwerpunkte lagen in den Sektoren Verkehr sowie Kultur und Freizeit mit total rund 3,5 Millionen. Für eine Beteiligung am neuen Wärmeverbund gab es 2,5 Millionen.

Ein Blick auf die Traktandenliste der Einwohnergemeinde am 19. Juni verdeutlicht, dass erneut beträchtliche Investitionen anstehen, wenn der Souverän allen Anträgen zustimmt. Die Sanierung der ARA Rheinfelden-Magden ist nach fast vierzigjähriger Betriebsdauer unumgänglich; der Anteil der Zähringerstadt liegt bei rund 3 Millionen, ferner soll ein verzinsliches Darlehen über 4,5 Millionen gewährt werden.

Eine Modernisierung des Strandbads steht ebenfalls auf dem Programm. Hierbei ist angedacht, der Betreiberin KuBa-Freizeitcenter AG, an welcher die Stadt mit 75 Prozent beteiligt ist, ein Darlehen über 5 Millionen zu geben und ausserdem den jährlichen Betriebsbeitrag auf 825 000 Franken zu erhöhen. Die Sanierung, mit der nach der Sommersaison begonnen werden soll, sieht beispielsweise eine Auskleidung der Becken mit rostfreiem Edelstahl vor, eine neue Wasseraufbereitung sowie eine neue Sprunganlage am Rhein mit einem Fünfmeter-Turm.

Längst überfällig aus Sicht der Verkehrsplaner ist eine Sanierung und Umgestaltung der 1,2 Kilometer langen Roberstenstrasse, die auch am viel besuchten Parkresort vorbei bis zum alten Zähringer am Rhein führt. Christian Liehr von der Bauverwaltung bestätigte, dass dieses Projekt für 5,48 Millionen Franken ähnlich wie die fast vollendete Habich-Dietschy-Strasse aussehen soll.

Beschlossene Sache ist bereits die Einführung von Tempo 30. Deshalb soll auch die Fahrbahn auf 4 ,50 Meter verengt werden; Trottoirs werden auf 2,50 Meter verbreitert. Entsprechend dem «Lichtplan» der Stadt möchte man eine sparsame LED-Beleuchtung installieren.

Die Strasse kann deshalb verengt werden, weil sie nicht mehr die Funktion eines Industriezubringers zur ehemaligen Viskose hat, überwiegend reine Wohngebiete erschliesst und übrigens auch als Sackgasse endet, wo einst der Eisensteg über den Rhein führte. Vorgesehen ist etappenweises Bauen ab 2014.

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