Laufenburg/Ueken

Mann sucht mit Schild am Strassenrand einen Job: «Ich bin ein Kämpfertyp»

Neue Bewerbungsstrategie? Mit Schild am Strassenrand

Rico Sperber im Beitrag von «Tele M1».

Rico Sperber ist diese Woche in Laufenburg zweimal mehrere Stunden lang mit einem Schild am Strassenrand gestanden. Er hofft, mit dieser unkonventionellen Methode eine feste Arbeit zu finden. Seit sechseinhalb Jahren hat er nur noch Temporärjobs. Der 57-Jährige aus Ueken vermutet, dass sein Alter ihm die vielen Absagen beschert, die er erhält. Zum Regional-TV-Sender Tele M1 sagt er: «Das geht schon langsam auf das Gemüt. Aber ich bleibe dran und gebe nicht auf. Ich bin ein Kämpfertyp.»

Sperber liess sich von der Erfolgsgeschichte von Kurt Rolli inspirieren. Der 59-jährige Rheinfelder suchte letztes Jahr mit einem Schild am Strassenrand einen Job – und wurde fündig. Auch Sperber hat bereits mehrere Job-Angebote erhalten, nachdem eine Frau ein Bild von ihm und dem Schild in den Sozialen Medien verbreitet hatte. Er müsse die Nachrichten nun über das Wochenende sortieren. Ein erstes Vorstellungsgespräch verlief am Freitag erfolglos.

Sperber wohnt seit 2006 mit seiner Frau in der Schweiz. Am liebsten würde er als Chauffeur arbeiten. Er hat aber auch andere Qualifikationen: Maurer-Betonwerker oder Staplerfahrer kann er ebenfalls. «Ich bin flexibel», sagt Sperber.

Unkonventionelle Jobsuche führt zu Anstellung

Gratulation: Unkonventionelle Jobsuche führt zu Anstellung

Der damals langzeitarbeitslose Kurt Rolli suchte verzweifelt eine Stelle. Tagelang stand der 59-Jährige im Herbst mit einem Plakat am Strassenrand und machte auf seine Situation aufmerksam. Jetzt gibt es ein Happy End. (Tele M1 vom 4. Dezember 2019)

(mwa)

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