Laufenburg
Jubel über 1,63 Millionen Franken Lotteriegeld: Das Museum Schiff ist einen grossen Schritt weiter

Der Museumsverein Laufenburg hat grosse Pläne mit seinem Museum. Für knapp fünf Millionen Franken soll es umgebaut, modern konzipiert und neu bestückt werden. Ein Grossteil des Geldes ist jetzt sicher. Doch es gilt noch, weitere Hürden zu nehmen.

Hans Christof Wagner
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Georg Matter (Mitte) überbrachte die Nachricht, dass der Kanton 1,63 Millionen Franken ins Museum Schiff investiert. Das freut Joe Schnetzler (links) und Hannes Burger.

Georg Matter (Mitte) überbrachte die Nachricht, dass der Kanton 1,63 Millionen Franken ins Museum Schiff investiert. Das freut Joe Schnetzler (links) und Hannes Burger.

Hans Christof Wagner

Der Jubel beim Vorstand des Museumsvereins Laufenburg kennt keine Grenzen. Die Zusage des Kantons Aargau, die Modernisierung des Museums Schiff mit 1,63 Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds zu fördern, ist da. Und mit ihr die Gewissheit, dass damit der Löwenanteil des insgesamt knapp fünf Millionen Franken kostenden Projekts gesichert ist.

4,29 Millionen Franken betragen die Baukosten für die Sanierung und Erweiterung des Museums, weitere 650'000 Franken sind für das neue Ausstellungskonzept inklusive Einrichtung vorgesehen.

Abteilungsleiter Kultur im Kanton kam persönlich nach Laufenburg

Georg Matter, Abteilungsleiter Kultur im Kanton Aargau, kam persönlich nach Laufenburg, um die für den Museumsverein um Projektleiter Joe Schnetzler und Präsident Hannes Burger erfreuliche Nachricht zu überbringen. Matter sagte:

«Die Modernisierung des Museums Schiff ist ein gutes Projekt, das der Kanton gerne unterstützt.»

Das Museum habe nicht nur Bedeutung für Laufenburg, sondern über die Stadt und das Fricktal hinaus bis in die benachbarte deutsche Grenzregion, würdigte Matter. Es sei ein «Leuchtturm» und auf einer Ebene mit weiteren Häusern im Kanton, die der Aargau via Swisslos-Fonds ebenfalls schon gefördert habe.

Ob der Museumsverein sein Projekt in der gewünschten Form verwirklichen kann, wird sich bald zeigen: Die entscheidenden Tage sind der 16., 17. und 18. November. Am 16. November stimmt das Kommunalparlament in Laufenburg/Baden darüber ab, die Modernisierung des Museums Schiff mit 150'000 Euro zu bezuschussen.

So soll das Museum Schiff nach der Neueröffnung 2026 aussehen. (Visualisierung)

So soll das Museum Schiff nach der Neueröffnung 2026 aussehen. (Visualisierung)

zvg

Noch entscheidender sind die Folgetage: Am 17. November votiert die Einwohnergemeindeversammlung, ob sie 500'000 Franken zum Vorhaben zuschiessen will oder nicht. Zudem geht es darum, ob die Laufenburger Einwohnerinnen und Einwohner Ja sagen zum Antrag auf Erhöhung des Gemeindeanteils an den jährlichen Betriebskosten von aktuell 16'000 Franken auf künftig 20'000 Franken. Ab 2026 und über einen Zeitraum von zehn Jahren soll das gelten.

Laufenburger Ortsbürgerschaft soll 850’000 Franken beisteuern

Noch grösser, 850’000 Franken, soll der Einmalbeitrag der Laufenburger Ortsbürgerschaft sein. Sie versammelt sich am 18. November und stimmt auch darüber ab, sich für zehn Jahre mit 20‘000 Franken jährlich an den Betriebskosten zu beteiligen. Das wäre gegenüber dem jetzigen Betriebskostenbeitrag eine Vervierfachung. Und die 5000 Franken zahlt die Ortsbürgergemeinde auch erst seit 2022. Zuvor waren es nur 1000 Franken pro Jahr.

Sind alle Abstimmungen im Sinne des Museumsvereins positiv verlaufen, wofür er auf seiner neu aufgeschalteten Website auch kräftig wirbt, dürfte das Vorhaben in trockenen Tüchern sein. Projektleiter Joe Schnetzler sagt:

«Wenn wir überall grünes Licht bekommen, ist das Projekt mit den 750'000 Franken an Spenden und Sponsorengeldern zu 92 Prozent finanziert.»

Doch Einwohner und Ortsbürger müssen nicht nur Ja sagen. Es gilt auch, die nach dem Votum laufende Referendumsfrist abzuwarten. Denn, 2019/20, beim ersten Anlauf für die Modernisierung des Museums, hatte eine Referendumsabstimmung das Projekt zu Fall gebracht.