Frick
Kunst im Kornhauskeller: eindrückliche und faszinierende Vielfalt

Beeindruckende Kreativität, Vielfalt und philosophische Tiefe machen das ganz Besondere der Bilder und Skulpturen in der Kunstausstellung im Kornhauskeller Frick aus.

Ingrid Arndt
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Die Kunstschaffenden Irmgard Basler, Daniel Schwarz und Käthy Borer-Gut (von links) mit Eisenskulptur «Ausgewogen».

Die Kunstschaffenden Irmgard Basler, Daniel Schwarz und Käthy Borer-Gut (von links) mit Eisenskulptur «Ausgewogen».

Ingrid Arndt

Die drei bekannten Künstlerinnen und Künstler aus der Region Irmgard Basler (Hornussen), Käthy Borer-Gut (Frick) sowie Daniel Schwarz (Effingen) faszinieren derzeit mit ihren filigran fantasievollen Hochdruck-Unikaten, mit eindrücklich gestalteten Arbeiten aus Papier und inspirierenden Eisenskulpturen im Kornhauskeller Frick. Thomas Stöckli, Präsident der Kulturkommission Frick, freute sich in seinen einführenden Worten, renommierten Kunstschaffenden und den zahlreichen Besuchern eine attraktive Plattform für anregende Gespräche geben zu können, wünschte den Gästen viel Freude beim ganz persönlichen Dialog mit den Objekten.

«Geborgen» nennt Irmgard Basler ihre Flachdrucke gleich im Eingangsbereich, gibt diesem so wichtigen menschlichen Bedürfnis körperlichen Ausdruck in einer schützenden Hülle. Eine Auswahl aus der Schwarz-Weiss-Serie «falsch gestrickt» zeigt wunderbar die Irrwege, die jeder mal geht. Ihre Holzschnittdrucke «Erstgebärende tanzend» sollen als Metapher stehen für das Werden neuer Dinge mit neuer Bedeutung aus einem Urzustand heraus.

Einzigartig die millimetergenauen Papierobjekte von Käthy Borer-Gut, gesponnen und zu Bildern gewebt. Sie geben dem Betrachter viel Raum, seine Gedanken schweifen zu lassen, die kleinen Geschichten zu sehen, die die Künstlerin hier erzählt. Sie zaubert magische Momente, fängt romantische Abendstimmungen am Wasserfall ein, letzte Sonnenstrahlen beleuchten ein gemächlich dahintreibendes Segelschiff - «immer dem Faden entlang». Denn die gewobenen, feinen Motive sind umrahmt von glänzenden, gesponnenen Papierfäden. Dreidimensional sind ihre aus unterschiedlichem Papier gestalteten, ineinanderfliessenden Kleinformate, ein «Wasserfall» als Collage. Dem Thema «Balance» widmet sich der Eisenkünstler Daniel Schwarz in seinen neuesten Skulpturen, variiert, spielt damit. Zeigt, wie schlussendlich ein gutes Miteinander in Teamarbeit zum Ziel führen kann, zum richtigen Gleichgewicht im Leben. Gemeinsam balancieren seine Figuren über Ketten und einen schmalen Grat, tragen mit vielen Händen eine schwere Last, vollbringen Grossartiges mit der «Teamwork-Zange», stellen selbst in schwankender Position gemeinsam ihre Standfestigkeit her und bewahren den Glanz der «Zauberkugel». Als Improvisationskünstler stellt er erneut seinen besonderen Blick für Form, Proportionen, sein handwerkliches Können und seinen Ideenreichtum unter Beweis. Er sagt von sich, er mache nach Möglichkeit nur «gutes Zeugs».

Musikalisch umrahmt

Alle drei Kunstschaffenden beteiligen sich im In-und Ausland an Gruppenausstellungen, Einzelausstellungen und erfolgreich an Wettbewerben. Irmgard Basler arbeitet überwiegend mit Holzschnitt und Flachdrucken, Ausgangspunkt dafür ist oft eher Unbedeutendes, in der Natur Gesehenes.

Papier ist das bevorzugte Material von Käthy Borer-Gut, das Spinnen, Weben und ihre gegenständlichen Objekte daraus ihr Markenzeichen.

Weithin bekannt ist Daniel Schwarz mit seinen lebensgrossen Tierfiguren aus Stahlblech. Seit einiger Zeit giesst er auch zierliche Bronzefiguren, malt Bilder mit Acrylfarben, deren Rahmen kleine Objekte aus Stahl tragen.

Die Ausstellung ist bis 19. November 2017 am Wochenende geöffnet: Samstag, 11. November, 11 bis 18 Uhr, Sonntag, 12. November, 14 bis 18 Uhr, Samstag, 18. November, 11 bis 18 Uhr, Sonntag, 19. November, 14 bis 18 Uhr.