Laufenburg

Kulturnacht: Wegen Corona gibts nun einen Video-Contest

Das OK der Laufenburger Kulturnacht lässt die Veranstaltung dieses Jahr im virtuellen Rahmen stattfinden.

Das OK der Laufenburger Kulturnacht lässt die Veranstaltung dieses Jahr im virtuellen Rahmen stattfinden.

Das Laufenburger Kulturformat findet dieses Jahr als Video-Contest statt – Veranstalter hoffen auf über 100 Beiträge.

Die grenzüberschreitende Kulturnacht in der Altstadt ist inzwischen zu einer Laufenburger Tradition geworden. Doch nach 15 Ausgaben in Folge fällt die Veranstaltung, an der Künstler und Kunstinstitutionen ihre Werke ausstellen und Einblick in ihr Schaffen geben, dieses Jahr coronabedingt – im physischen Rahmen – ins Wasser. Den Entscheid dazu hat das OK Anfang Mai gefasst. «Zu unklar war die Lage in Sachen der Grenzöffnung, der Veranstaltungsbewilligung und der Sicherheitsauflagen sowie der gesundheitlichen Risiken», sagt Roland Kaufmann vom OK.

Lumpen lassen vom Virus habe man sich aber nicht wollen, so Kaufmann. Deswegen entschloss sich das OK an der gleichen Sitzung, die Kulturnacht virtuell in Form eines Video-Contests durchzuführen. «Wir wollen damit zeigen, dass sich die Kunst durch nichts aushebeln lässt.» Vorgaben für das Video gibt es nur deren zwei. Es darf nicht länger als 30 Sekunden sein und es muss dem Arbeitstitel «Mein Laufenburg» gerecht werden.

Keine Grenzen für die ­Gestaltungsformen

Den Teilnehmern biete Laufenburg eine unglaubliche Vielfalt an Motiven für ihre Beiträge. «Man hat etwa die Möglichkeit, sich dem Rhein, seinem Lieblingsplatz in der Altstadt oder der Gastronomie künstlerisch zu widmen», nennt Kaufmann als Beispiele. Auch bei den Gestaltungsformen – Malerei, Fotografie, plastischer Kunst, Schauspielerei oder Prosa – seien keine Grenzen gesetzt.

Kaufmann sagt, dass Kunst durchaus provozieren dürfe, setzt aber auch den künstlerischen Beiträgen Grenzen. So werden Inhalte, die Youtube-Richtlinien bezüglich Werbung, Gewalt, Sittenwidrigkeit und Rassismus widersprechen, von der Jury nicht zugelassen.

Derzeit ist das OK daran, die Videoplattform für die Beiträge einzurichten. «Wir hoffen, dass über 100 Beiträge eingehen», sagt Kaufmann. Am Abend vom 5. September, dann, wenn die Kulturnacht eigentlich hätte stattfinden sollen, werden die besten Beiträge prämiert und mit einem Preis im Wert von 200 Franken ausgezeichnet. Die Bewertung der Videos erfolgt einerseits durch eine dreiköpfige Jury, andererseits durch ein öffentliches Voting. «Die beiden Bewertungen fliessen zu 50 Prozent in die Gesamtbewertung mit ein», sagt Kaufmann. Die Beiträge werden neben der eignen Website der Kulturnacht auch auf dem Facebook- und Instagram-Kanal des Kulturnacht-Veranstalters zu sehen sein.

Kategorien, welche die Jury in die Bewertung miteinfliessen lässt, sind etwa Originalität oder Ausführung. Die Qualität des Videos spielt im Gegensatz dazu keine Rolle für die Bewertung. So sagt denn auch Kaufmann, dass die Beiträge auch ruhig mit der Handykamera aufgenommen werden können.

Autor

Dennis Kalt

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