Münchwilen

Kein Nutzen mehr für die Gemeinde: Feuerwehrmagazin am Hübel verkauft

Das alte Feuerwehrmagazin ist stark sanierungsbedürftig.

Das alte Feuerwehrmagazin ist stark sanierungsbedürftig.

Weil der Münchwiler Gemeinderat keinen Verwendungszweck für das Gebäude hat, kommt es für 70'000 Franken in die Hände einer Privatperson.

Der Münchwiler Gemeinderat hat das alte Feuerwehrmagazin am Hübel verkauft. Gemäss Gemeindeordnung darf der Gemeinderat Liegenschaften der Gemeinde verkaufen, wenn die Summe von 250'000 Franken pro Rechnungsjahr nicht überschritten wird. Vor dem Verkauf hat der Gemeinderat die Liegenschaft von zwei Gutachtern schätzen lassen. «Schluss­endlich lag der Verkaufspreis zwischen diesen beiden Schätzungen bei 70'000 Franken», sagt Gemeindeammann Bruno Tüscher.

Verkauft hat der Gemeinderat die Liegenschaft, weil die Gemeinde selbst keinen Verwendungszweck für das Gebäude hat. So ist die damalige Feuerwehr Münchwilen mit jener aus Eiken-Sisseln im Jahr 2016 zur Feuerwehr Sisslerfeld fusioniert, deren Depot in Eiken domiziliert ist. Darüber hinaus handle es sich bei dem Magazin um ein schon recht in die Jahre gekommenes Gebäude, sagt Tüscher. «Eine Wand hat Feuchtigkeit gezogen und einige Fenster haben Löcher. Die Liegenschaft ist sanierungsbedürftig und hat keinen architektonischen Wert für die Gemeinde.»

Nachbar neuer Besitzer

Käufer der Liegenschaft ist Walter Winter, der gleich neben dem alten Feuerwehrmagazin wohnt. Gemäss Tüscher wird er die Liegenschaft als Werkstatt nutzen. Ein entsprechendes Baugesuch – der Bau einer Aussentreppe und einer Lukarne als Zugang zum Estrich – liegt ab Montag auf der Gemeindeverwaltung öffentlich auf.

Über den Verkauf der Liegenschaft hat der Gemeinderat die Nachbarn sowie den Feuerwehrverein und die Männerriege, die beide das alte Feuerwehrmagazin als Lagerplatz verwenden, informiert. Nach Angaben von Mike Bosshard vom Feuerwehrverein lagere man dort Utensilien auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern. Darunter etwa alte Feuerlöschpumpen und Uniformen. «Jetzt müssen wir schauen, wo wir die Materialien neu unterbringen können», sagt Bosshard.

Grosse Eile ist für die Vereine aber nicht geboten. Gemäss Tüscher habe man im Vertrag festgehalten, dass die Vereine, die derzeit noch Materialien im Gebäude haben, diese dort noch für ein Jahr lagern können.

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Autor

Dennis Kalt

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