Kaisten
Kaister Kirche erscheint in neuem Glanz

Die frisch renovierte Kirche St.Michael wurde am Sonntag nach 18 Monaten Umbauzeit mit einem festlichen Gottesdienst eingesegnet.

Ingrid Arndt
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An die Kirchensanierung werden 30000 Franken bezahlt.

An die Kirchensanierung werden 30000 Franken bezahlt.

Ingrid Arndt

«Der grosse Moment ist gekommen», freute sich Diakon Thomas Frey bei der Begrüssung der vielen Besucher, denen sich die barocke Landeskirche in neuem Glanz präsentierte.

Eucharistiefeier und Einsegnung zelebrierte der emeritierte Weihbischof Martin Gächter. Er stellte in seiner Predigt die Frage, ob es ein Gotteshaus in unserer Zeit überhaupt noch brauche, wo man doch auch in der Natur dem Himmel nahe sein könne. Bei seinen Überlegungen zu Glaube, Stärke, Mut, Veränderungen, Gegensätzen und Gemeinschaft beantwortete er diese Frage natürlich mit Ja.

Auge in Auge mit Petrus

Herbert Schwitter vom Architekturbüro Castor Huser in Baden blickte noch einmal zurück auf die Zeit der Umgestaltung. Keine vier Meter habe man mehr blicken können, als Natursteinplatten und Betonboden herauskamen und nicht alltägliche Momente gab es, als die Handwerker auf dem Gerüst hoch oben Auge in Auge mit Petrus standen.

Es sei ein ausgesprochen gutes Miteinander gewesen, auch in der Zusammenarbeit mit der Baukommission sowie dem Bauberater Philipp Schneider von der kantonalen Denkmalpflege Aargau. Der bescheinigte ohne Abstriche, dass die Umgestaltung des fast 300-jährigen Gotteshauses mit grossem Fachwissen und viel Augenmass rundum gelungen sei.

Gaby Merkhofer, Präsidentin der Kommission für die Kirchenrenovation, zeigte auf, dass gut Ding Weile hat. Bereits ab 2003 habe man Geld dafür zurückgelegt, denn die letzten Instandsetzungsarbeiten lagen 40 Jahre zurück, Mängel machten sich bemerkbar. Viele Entscheidungen mussten getroffen werden, bis die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung Anfang Februar 2014 das Projekt mit 3,1 Millionen Franken auf den Weg brachte.

Fridolin ist zurückgekehrt

Der Hochaltar wurde aufgefrischt, die Seitenaltäre erhielten eine neue Farbgebung, im Eingangsbereich ist jetzt eine moderne, sehr geschmackvolle Gebetsnische, gegenüber der ebenso gelungene Beichtstuhl. Gleich daneben in eine Vitrine ist die Skulptur des Fricktaler Landespatrons, des Hl. Fridolin, zurückgekehrt. Dank einer Spende und der Kunst des Holzbildhauers Toni Meier aus Kriens ist der Schutzheilige (als Kopie) nach 90 Jahren Abwesenheit nun wieder zu Hause. Das Original der Skulptur befindet sich in Basel.

Weiter wurde für die Kinder eine Spielecke eingerichtet, die Sitzbänke neu geordnet, teilweise der Stuck erneuert, eine Fussbodenheizung gelegt, eine Steuerung für alle technischen Anlagen installiert und der Eingangsbereich der Kirche rollstuhlbefahrbar gemacht. Musikalisch gestalteten der Kirchenchor, der Männerchor, die Musikgesellschaft und Schulkinder aus Kaisten die Einsegnung.

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