«Unsere Formation fand sich erst im vergangenen Jahr zusammen. Die Idee ist, symphonisch klangmalerische und groovende Originalwerke für Blasmusik von bekannten Komponisten mit hochqualifizierten, sehr ambitionierten Musikanten in einer Form anzubieten, die es derzeit in der Region noch nicht gibt», sagt Dirigent Dani Haus. Das «adhoc.nw» besteht aus 65 Berufsmusikern und Amateuren aus der ganzen Schweiz und aus dem Badischen (D).

Das anspruchsvolle Konzert wurde eröffnet mit dem Konzertmarsch «Fanfare And Flourishes» (James Curnow). Energischer Trommelwirbel zu Beginn unterstrichen einen festlich heiteren Anlass. Ganz der beginnenden Jahreszeit entsprechend, erzählten die jungen Musikanten dann von junger Liebe, Glück, Zärtlichkeit und Unschuld. «The Hounds Of Spring» setzte Alfred Reed 1981 in Noten. Brillant im Anschluss das temporeich eindrückliche Solo von Mischa T. Meyer auf seiner Bassposaune in «Capriccio» (Steven Verhelst).

Der zeitgenössische, englische Komponist Philip Sparke hat enge Bindungen nach Japan und dort viele Freunde. Als 2011 Erdbeben und Tsunami verheerende Schäden anrichteten und viele Menschenleben forderten, wurde er gebeten, zur Unterstützung des Roten Kreuzes ein Stück zu schreiben. Entstanden ist das berührend schöne, ergreifende «The Sun Will Rise Again» – «Die Sonne wird wieder scheinen». In die dunkle Zeit der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert nimmt Bert Appermont die Zuhörer in der «Saga Candida» mit. Klarinetten und Querflöten kündigen in hellen, fast schrillen Tönen das beklemmende Geschehen an, untermalt vom dunklen Gesang der Männer. Der klangvoll lyrische Marsch «Mercury» (Jan van der Roost), mit kraftvollen Posaunen, Trompeten und einem gewaltigen Finale, setzten dazu einen harmonischen Kontrapunkt. Packend das Arrangement in «The Witch And The Saint» (Steven Reinecke), wo noch einmal die Hexenjagd thematisiert wird. Erhaben einfühlsame Momente wechseln sich ab mit sehr explosiv tragischen. Tänzerisch elegant schwebten Klarinetten und Oboen dahin in der «Serenade» (Derek Bourgeois). Ein grandioses Feuerwerk und ein lebensfrohes Tanzvergnügen zündete das Blasorchester in «Riverdance» (Bill Whelan). Sehnsuchtsvoll das herrliche Solo auf dem Sopransaxofon von Edgar Jäggi, die Schlagzeuger zogen alle Register. Am Ende nahmen die Damen und Herren ihre Gäste mit zu einem Ausflug an die holländische See – «De Zee» von John Ewbank. Noch einmal durfte das Publikum schwelgen bei einem herausragend dargebotenen Saxofonsolo von Alex Schneider.

Das Konzert ist nochmals zu hören am 17. März, um 20 Uhr im Kultur- und Sportzentrum in Münchenstein und am 18. März, um 17 Uhr im Kursaal von Bad Säckingen (D).