Herznach
Zweieinhalb Jahre nach dem Grossbrand bei der Spyk Bänder AG beziehen die Mitarbeiter das neue Firmengebäude

Das Arbeiten im Container für das Administrations- und Verkaufspersonal der Bänderfabrik ist passé. Für den Umzug von Mobiliar und Büromaterial kommt ein Traktor zum Einsatz.

Dennis Kalt
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Umzugshelfer hieven das Mobiliar aus dem Containerbau auf eine Palette, die auf der Gabel eines Traktors steht.

Umzugshelfer hieven das Mobiliar aus dem Containerbau auf eine Palette, die auf der Gabel eines Traktors steht.

Dennis Kalt

Auf dem Parkplatz der Spyk Bänder AG in Herznach prasselt der Regen auf die Männer nieder. Aus dem oberen Stock des Bürocontainerbaus hieven sie das sperrige Mobiliar auf eine Palette, die auf der Gabel eines Traktors steht. Vorsicht, heisst es für die Umzugshelfer, die auf nassem Metall in der Höhe stehen.

Bereits mehrere hundert Behälter mit Büromaterialien verpackt

«Viel schlechter könnte das Wetter zum Zügeln nicht sein», sagt Co-Geschäftsleiter Andreas Schmid, der trotz Dauerregen an diesem Donnerstagmorgen gut gelaunt ist, denn: Fast zweieinhalb Jahre nach dem Grossbrand in der Bänderfabrik zügelt das Verkaufs- und Administrationspersonal auf den Containern in das neue Firmengebäude.

Ein mobiles Zelt wandert während des Umzugs von Container zu Container. Dort wird das Büromaterial und Mobiliar in einen Anhänger verladen, um zu verhindern, dass es nass wird. Nach dem Transport zum neuen Gebäude wird das Umzugsgut über einen Lift an die jeweiligen neuen Arbeitsplätze gebracht. Bereits im Laufe der Woche hatten die Mitarbeiter insgesamt mehrere hundert Behälter an Büromaterialien verpackt. Schmid sagt:

«Alles geht recht zügig, der Umzug in die neuen Räumlichkeiten sollte Freitagabend abgeschlossen sein.»
Hat mit dem Umzug derzeit alles Hände voll zu tun: Andreas Schmid, Co-Geschäftsleiter der Spyk Bänder AG.

Hat mit dem Umzug derzeit alles Hände voll zu tun: Andreas Schmid, Co-Geschäftsleiter der Spyk Bänder AG.

Dennis Kalt / Aargauer Zeitung

Wichtig für die Spyk Bänder AG ist, dass der Umzug kundenorientiert vonstattengeht, das heisst: «Der Kunde soll nicht merken, dass wir gerade zügeln», sagt Schmid. So hat etwa ein anderer Teil der Belegschaft das Telefon des Kundendienstes entgegengenommen, in der Zeit, als dieser in die neuen Büroräumlichkeiten umzog und sich dort einrichtete.

«Eine Reifeprüfung»

Der Auszug aus den Containern stellt jedoch nur die erste Zügelphase dar. So werden in den kommenden Wochen bis in den März auch rund 40 Maschinen aus den Produktionsstandorten in Zofingen nach Herznach verlegt. Der Transfer der Maschinen, samt Aufbau und Einrichtung, stelle «eine Reifeprüfung» dar, so Schmid, denn: «Wir haben schon verbindliche Termine für Kundenaufträge und hoffen deswegen, dass wir die Transferzeiten der Maschinen wie geplant einhalten.»

Auffällig am neuen Firmengebäude sind die farbenfrohen Wände, die in Rot, Gelb, Orange oder Grün dahergekommen und nach Feng Shui angebracht wurden. «Es ist ganz wichtig, dass die Leute, die bei uns arbeiten, sich wohlfühlen. Wir sind sicher, dass die Farben eine Wirkung entfalten», so Schmid.

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