Handball
Der TV Möhlin spielt 26:26 gegen Wädenswil/Horgen: Ein Remis, das niemanden glücklich macht

Die Fricktaler Handballer erkämpften sich gegen den Favoriten aus Wädenswil/Horgen zu Hause einen Punkt – es wäre aber sogar noch mehr möglich gewesen. Denn das Heimteam hatte zehn Minuten vor dem Abpfiff mit 25:22 sogar vorne gelegen. Und auch die Gäste vom linken Zürichseeufer waren am Ende enttäuscht.

Christine Steck
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Der TV Möhlin (im Bild: Justin Larouche) holt im Heimspiel gegen die SG Wädenswil/Horgen einen Punkt.

Der TV Möhlin (im Bild: Justin Larouche) holt im Heimspiel gegen die SG Wädenswil/Horgen einen Punkt.

Michi Mahrer

Der TV Möhlin erkämpft sich im ersten Heimspiel der Saison einen Punkt gegen die SG Wädenswil/Horgen. Die favorisierten Gäste lagen meistens vorne, ehe das Team von Zoltan Majeri aufholte – und zehn Minuten vor dem Abpfiff sogar mit drei Treffern führte. Wädenswil/Horgen erzielte dann allerdings die nächsten Tore, derweil Möhlin trotz grossartiger Unterstützung des Publikums die Torchancen nicht nutzte. Am Ende stand es 26:26 (11:13).

Nach dem Abpfiff zeigten sich die Gäste vom linken Zürichseeufer enttäuscht, denn sie wollten den Sieg und mussten nun die Punkte mit dem TV Möhlin teilen. Dieser wiederum konnte sich nicht richtig freuen, wäre doch am Ende gar der Sieg drin gelegen. So spricht Trainer Majeri denn auch von einem verlorenen Punkt.

Wilde Anfangsphase bringt die Führung für die Gäste

Doch der Reihe nach: Die SG Horgen/Wädenswil ging durch zwei Flügeltore in Führung. Das auf Tempo ausgelegte Spielsystem der Gäste hatte zunächst Erfolg. Die Handballer des TV Möhlin brauchten etwas länger, um gewinnbringend an Torhüter Yves Imhof vorbeizukommen. Jan Waldmeier und Jonathan Ulmer trafen dann zum 3:4 (9. Minute), ehe Sekunden später Jerôme Zuber wieder für Wädenswil/Horgen erhöhte.

Beide Abwehrreihen überzeugten mit vollem Einsatz, die Rückraumschützen hatten es schwer. Der Neuzugang der Gäste, Oleksii Shcherbak, und auch Fabian Pospisil mussten sich ihre Würfe erkämpfen und scheiterten dann doch an Benjamin Blumer im Möhliner Tor. Die Fricktaler handelten sich danach eine Zeitstrafe ein und kassierten den nächsten Gegentreffer. Aber mit den nächsten Aktionen – ein frecher Wurf von Waldmeier und ein kräftiges Geschoss von Neuzugang Justin Larouche – zogen die Gastgeber wieder gleich zum 6:6 (15. Minute).

Auch eine kurzzeitige doppelte Unterzahl liess das Heimteam nicht resignieren. Wenig später erhöhte der Topscorer des Spiels, Jan Waldmeier, mit seinem vierten von insgesamt zehn Treffern zum 8:7 für Möhlin (22. Minute). Aber die SG Wädenswil/ Horgen setzte immer wieder Nadelstiche mit schnellen Auslösungen und einer Treffsicherheit, welche die routinierte Mannschaft auszeichnet. Möhlin verkürzte dennoch zum Pausenstand von 11:13. Wie zu Beginn drückten die Gäste auch in der zweiten Halbzeit zunächst aufs Gaspedal. Benjamin Blumer entschärfte einige Würfe. Trotzdem zeigte die Leuchttafel in der 34. Spielminute ein 12:16, als die gegnerischen Rückraumspieler ihre Akzente setzten.

Die Vorentscheidung? Nein, denn das war es mit dem Vier-Tore-Rückstand. Nun trafen Rudi Safranko, Xavier Franceschi und Justin Larouche, zwar im Wechsel mit einigen gegnerischen Erfolgen – aber: Möhlin holte auf.

Mit den Fans im Rücken zur Führung

Und mit jedem Treffer stieg die Stimmung in der Halle. Der Ausgleich zum 20:20 in der 43. Minute wurde frenetisch gefeiert. Noch folgten zerfahrene Phasen, danach übernahm das Heimteam die Führung und baute diese zum 25:22 (54. Minute) aus. Benjamin Blumer parierte mehrere freie Würfe, darunter einen Siebenmeter, und brachte die Halle erneut zum Kochen. Nach der Auszeit des Gastteams erhöhte dieses wieder den Takt, während bei Möhlin Stian Grimsrud und Xavier Franceschi an Torhüter Imhof scheiterten. Nach Time-outs auf beiden Seiten blieb es letztlich beim 26:26-Endstand.

Für den TV Möhlin folgen nun zwei weitere Heimspiele: am kommenden Samstag, 24. September, gegen die SG Yellow/Pfadi Espoirs und am Sonntag, 16. Oktober, gegen Handball Emmen.