Herznach
Grosse Betroffenheit: Auch Gemeinde trauert nach Grossbrand mit Tod einer Angestellten

Nach dem Brand im Firmengebäude der Spyk Bänder AG spricht auch die Gemeinde von einem tragischen Fall.

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Das Fabrikgebäude brennt in der pechschwarzen Nacht lichterloh.
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Grossbrand in Herznach
Das brennende Gebäude am frühen Morgen vom Balkon eines Lesers aus gesehen
Das brennende Gebäude am frühen Morgen vom Balkon eines Lesers aus gesehen.
Die Feuerwehr wurde kurz vor 2 Uhr alarmiert. Bei der Durchsuchung des Gebäudes fanden die Einsatzkräfte eine tote Frau.
Der Grossbrand brach kurz vor 2 Uhr nachts aus.
Löscharbeiten an dem halb ausgebrannten Fabrikgebäude am Montagmorgen. Ein Grossbrand im Industriegebäude der Firma «Spyk Bänder» an der Hauptstrasse 2 in Herznach hat in der Nacht auf Montag ein Todesopfer gefordert. 
Die Feuerwehr ist auch gegen 9 Uhr noch im Einsatz.
Erste Hinweise deuten laut Kantonspolizei daraufhin, dass die Frau den Brand gelegt und Suizid begangen hat.
So sah das Industriegebäude in Herznach vor dem Brand aus.
Eine zweite Ansicht des Gebäudes vor dem Brand.
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach.
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Der Brandplatz in Herznach am späten Montagnachmittag, kurz vor 18 Uhr.
Der Dachstock ist abgerissen worden

Das Fabrikgebäude brennt in der pechschwarzen Nacht lichterloh.

Leserbild

Bis am Montagmittag gab es laut Gemeindeschreiber Harry Wilhelm keine direkten Rückmeldungen zum Grossbrand auf der Gemeindekanzlei. Dennoch sei die Betroffenheit in der Bevölkerung spürbar. Der mutmassliche Suizid der Frau sei tragisch, «unsere Gedanken sind zuallererst bei ihren Angehörigen, der Arbeitgeberin sowie den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen der Verstorbenen», sagt Wilhelm. Ihnen wünscht die Gemeinde «viel Kraft für die Verarbeitung dieses Ereignisses».

Für die Gemeinde Herznach sei die Spyk Bänder AG eine wichtige Arbeitgeberin. «Wir hoffen, dass die Firma die Folgen des Brands möglichst rasch bewältigen und bald der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann», sagt Wilhelm. Im Vordergrund für die Gemeinde stünden nun die Soforthilfe und die Unterstützung der Firma. «Die Gemeinde wird die Firma im Rahmen all ihrer Möglichkeiten unterstützen», sagt Wilhelm. Ob weitere Hilfestellungen aufgrund des Brandes nötig seien, könne der Gemeinderat aktuell noch nicht genau abschätzen.

Als gestern Morgen die Löscharbeiten an der Hauptstrasse in Gang waren, machten sich einige Herznacher direkt vor Ort ein Bild vom Brandplatz. Eine Bewohnerin, die mit ihrem Hund spazieren ging, schilderte, wie sie in der Nacht einen beissenden Geruch wahrnahm. Sie sei deswegen aufgewacht und habe die Fenster ihrer Wohnung geschlossen. «Das ist einfach nur schlimm», sagte sie beim Anblick des verkohlten Dachstuhles.

«Ich bin erschrocken»

David Kläusler, Inhaber einer Schreinerei im Dorf und Präsident der Wohnbaugenossenschaft Herznach-Ueken, hat von dem Brand am Morgen aus dem Radio erfahren. «Ich bin erschrocken. Für mich ist das eine Riesentragödie», sagt er. Neben dem tragischen Todesfall tut ihm auch die Firma leid. «Ich habe dort schon öfters gearbeitet. Die haben dort eine Super-Firmenkultur. Die Stimmung war immer positiv», erzählt Kläusler.

Auch, dass dem Dorf mit dem Brand ein Gebäude verloren geht, das jahrzehntelang das Dorfbild an der Hauptstrasse geprägt hat, bedauert Kläusler. «Das Gebäude ist ein Industriezeitzeuge», sagt er. (dka)

Suizidgedanken: Hier erhalten Sie Hilfe

Diese Stellen sind rund um die Uhr da für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld:
Beratungstelefon der Dargebotenen Hand: 143
Beratungstelefon von Pro Juventute
(für Kinder und Jugendliche): 147
Weitere Adressen und Informationen gibt es unter: www.reden-kann-retten.ch

Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben:
Refugium – Verein für Hinterbliebene nach Suizid: www.verein-refugium.ch
Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils: www.nebelmeer.net

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