Grand Prix Fricktal
Die Sportler bekommen beim Eiker Osterlauf ein Stück Normalität zurück

Endlich einmal wieder laufen, raus aus dem Corona-Blues – das war der Tenor beim GP Fricktal 2021 in Eiken. Dieser wurde in einer ganz neuen und ungewohnten Form als Individual-Lauf ausgetragen. Der organisatorische Aufwand war gross. Die Läufer dankten es dem OK mit bester Laune.

Alexander Wagner
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Gutgelaunt ging es in Eiken auf die Strecke, auch im Familienverbund.

Gutgelaunt ging es in Eiken auf die Strecke, auch im Familienverbund.

Alexander Wagner

Familie Ummel ist eine Läuferfamilie. Die Eltern Beat und Susanne machen praktisch bei jedem Volkslauf in der Gegend mit, so auch seit vielen Jahren in Eiken. Tochter Selina war früher ebenfalls oft mit dabei, mittlerweile ist sie auf der Bahn erfolgreich. Obwohl der Grosse Preis (GP) Fricktal 2021 ohne Zeitmessung und offiziellen Start erfolgte, liessen es sich die Ummels nicht nehmen, wieder dabei zu sein. «Endlich wieder etwas Lauf-Feeling spüren», meinen Beat und Susanne vor dem Start, bevor sie auf die traditionelle Strecke von zehn Meilen gingen, die ausgesteckt und beflaggt war.

Lachende und strahlende Gesichter hinter den Masken

Das Lachen der Läufer sah man auch hinter den Masken.

Das Lachen der Läufer sah man auch hinter den Masken.

Alexander Wagner

Überall waren fröhliche Menschen, lachende und strahlende Gesichter zu sehen. Auch hinter den Masken war dies zu erkennen, denn die Augen glänzten. Obwohl es deutlich kühler wurde und eine steife Brise wehte, beklagte sich kein Teilnehmer. Alle waren froh, endlich wieder einmal laufen zu können. Zwar nicht im Kampf Mann gegen Mann oder Knirps gegen Knirps, aber wenigstens auf der Originalstrecke am traditionellen Datum.

Dankbar für alles, was überhaupt irgendwie stattfindet

«Wir sind dankbar für alles, was überhaupt irgendwie stattfindet», meint Familie Minder aus dem Baselland. Der Vater und die beiden Söhne gingen gemeinsam an den Start. Die Familie kommt jedes Jahr nach Eiken. Der jüngere Sohn begann im Alter von etwas mehr als drei Jahren mitzulaufen. «Das hat bei uns schon Tradition», meint die Mutter lachend. Viele Läufe wurden angesetzt, um dann doch wieder abgesagt zu werden. «Es gibt uns und allen Läufern ein klein wenig ‹Normalität› zurück», sagt die Mutter. Und davon wünsche sie sich und alle Läufer noch viel mehr.

Jugi Kaisten mit knapp 20 Kindern am Start

Die Jugi Kaisten schickte fast 20 Läufer ins Rennen.

Die Jugi Kaisten schickte fast 20 Läufer ins Rennen.

Alexander Wagner

Einzig die Knirpse durften in grösseren Gruppen auf die Strecke. So kam die Jugi Kaisten mit knapp 20 Kindern nach Eiken. Nach dem ausgiebigen Aufwärmen ging es voller Elan auf die Strecke. Endlich wieder mal so etwas Ähnliches wie ein Wettkampf, endlich wieder mal sich messen dürfen. Es war förmlich mit Händen zu greifen, wie es alle genossen.

Läufer stoppten die Zeit selbst

So gingen viele Läufer alleine oder mit dem Partner oder den Kindern auf die Strecke und stoppten die Zeit selbst. Nach ihren zehn Meilen kamen auch die Ummels zurück. Beat und Susanne Ummel winden dem OK ein grosses Kränzchen.

«Es war wunderbar. Es war super. Und so schön. Die Organisatoren haben das toll gemacht.»

Er sei schon beim ersten Lauf 1958 in Kaisten dabei gewesen, meint ein routinierter Läufer, der auch nach seiner Runde noch erstaunlich fit wirkte. Das Lob nahm OK-Präsident Ivo Müller von der Volleyball-Abteilung des TSV Frick stellvertretend für alle Helfer entgegen. Er bilanziert:

«Es war wie erwartet. Die Läufer haben sich diszipliniert an die Regeln gehalten und den Abstand gewahrt. Es gab keine Probleme. Wir denken, die Möglichkeit zu laufen wurde wertgeschätzt.»
Die Läufer wurden vor dem Start instruiert und informiert.

Die Läufer wurden vor dem Start instruiert und informiert.

Alexander Wagner

Der Aufwand für diesen Lauf, der kein klassischer Wettkampf war, fiel noch grösser als sonst aus. Vor allem der administrative Aufwand im Vorfeld war enorm. Dafür mussten Müller und seine Kollegen im OK keine Helfer für die Beiz und das Rangverlesen organisieren. Finanziell lohnte sich dieser Aufwand nicht.

Kontakte pflegen und im Gespräch bleiben

Vergangenes Jahr wurde der GP Eiken kurzfristig abgesagt. «Doch wir wollen den Lauf aufrechterhalten und im Gedächtnis der Leute bleiben. Damit der Anlass nicht stirbt, möchten wir auch die Sponsoren bei der Stange halten, die Kontakte pflegen und im Gespräch bleiben», betont Müller. «Es geht darum, den Platz zu halten und auch zu verteidigen», erklärt der OK-Präsident. Das ist den Organisatoren gelungen.

Die ganze Familie am Start.
40 Bilder
GP Eiken, Hasenlauf in Eiken.
Gutgelaunt auf die Strecke.
Die Zeit wird halt selber gemessen.
Maximal geschützt an den Lauf.
Gutgelaunter Vater am Start mit dem Kinderwagen.
Ein Selfie kurz vor dem Start mit dem Junior.
Gutgelaunt an den Start.
Welle vor dem Start.
Das Goal wird kurzerhand zum Einlaufen gebraucht.
Kleiner Scherz vor dem Start.
Klatschen für den laufenden Bruder.
Mutter und Sohn im Endspurt.
Der Hund hat mindestens so viel Spass am GP Eiken wie sein Frauchen.
Welle kurz vor dem Zieleinlauf.
Zwei- und Vierbeiner im Endspurt.
Jubel beim Zieleinlauf für die nicht vorhandenen Zuschauer.
Alle zeigen Einsatz.
Dieser Junge gibt alles.
Der Lauf scheint allen grossen Spass zu machen.
Sofort nach dem Zieleinlauf wird die Uhr konsultiert.
Vater mit seinen Söhnen kurz vor dem Start.
Kampf um jede Sekunden auf den letzten Metern.
Einige rennen als Gruppe.
Kinder der Jugi sind auch dabei.
Hand in Hand ins Ziel.
Start der Jugi Kaisten.
Start der Jugi Kaisten.
Start der Jugi Kaisten.
Susanne und Beat Ummel sind jedes Jahr am Ostersamstag in Eiken. Auch dieses Jahr bei der besonderen Austragung.
Gespanntes Warten auf den Start bei der Jugi Kaisten.
Einlaufen der Jugi Kaisten.
Das Siegerfoto darf nicht fehlen. Auch wenn es nicht offiziell ist und die Mamis die Bilder machen.
Gut Einlaufen ist Pflicht.
Die Geschenke werden sofort nach dem Zieleinlauf begutachtet.
Da gehts lang.
Der Hund kann es kaum erwarten.
Zwei und Vierbeiner waren in Eiken am Start.
Die Läufer wurden vor dem Start genaustens instruiert und informiert.

Die ganze Familie am Start.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Und viele Läufer verabschiedeten sich mit dem Satz: «Bis zum nächsten Jahr.» Alle Athleten und die Organisatoren hoffen, dass sie 2022 wieder einen klassischen GP Eiken durchführen können.

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