SBB-Areal

Gegen Velodiebe und für mehr Sicherheit: Frick lässt Bahnhof mit zwei Kameras überwachen

Mit der Videoüberwachung am Bahnhof soll erreicht werden, dass weniger Velos geklaut werden

Mit der Videoüberwachung am Bahnhof soll erreicht werden, dass weniger Velos geklaut werden

Mit der Videoüberwachung beim SBB-Areal will die Fricker Gemeinde das Sicherheitsgefühl erhöhen – und Velodiebstählen entgegenwirken.

Der Fricker Gemeinderat hat beschlossen, am Bahnhof eine ­Videoüberwachung zu installieren. Seit rund einem Monat filmen dort zwei Kameras das Geschehen auf dem Areal. «Dem Gemeinderat ist es wichtig, dass der Bahnhof ein sicherer Ort ist und dass sich die Passagiere, die Bus und Bahn nutzen, sicher und willkommen fühlen», sagt Gemeindeschreiber Michael Widmer. So zählt der Fricker Bahnhof täglich rund 6000 Passagiere.

Rund 8800 Franken kostet das neue Videoüberwachungssystem. Widmer geht davon aus, dass sich die Kosten für die Anschaffung schnell amortisiert haben werden. Nicht nur die Gemeinde würde von der Kameraüberwachung profitieren, indem die Überwachung Sachbeschädigungen und Verschmutzungen präventiv entgegenwirkte, auch Privatpersonen haben durch die Kameras einen Vorteil. «Wir gehen davon aus, dass es zu weniger Velodiebstählen kommt und andere kriminelle Taten zurückgehen. Die Überwachung hält auch eine gewisse Klientel fern», so Widmer. Am Fricker Bahnhof würde zudem die Regionalpolizei Oberes Fricktal weiterhin durch Patrouillen Präsenz markieren.

Der Kamerabetrieb am Bahnhof wird durch das «Reglement Videoüberwachung öffentliche Gebäude und Anlagen» der Gemeinde Frick gestützt. In diesem sind 31 Standorte aufgelistet, welche die Gemeinde überwachen lassen kann. Mit der neuen Überwachung am Bahnhof sind derzeit sechs Kameras an vier Standorten im Einsatz – etwa beim Polizeigebäude oder beim Velokeller. «Mit dem Reglement, das durch die kantonale Datenschutz­beauftragte genehmigt wurde, gehen einige Auflagen einher, die bei der Durchführung einer Videoüberwachung eingehalten werden müssen», sagt Widmer.

Vier Bereiche werden ­überwacht

Eine dieser Auflagen schreibt vor, dass die Kamera so einzustellen ist, dass nur jene Bereiche eines Standortes erfasst werden, die im entsprechenden Reglement angegeben sind. Für den Fricker Bahnhof sind dies der Warteraum für die Postauto-­Passagiere, der Eingangsbereich zu den WC-Anlagen, das Parkhaus und die Velounterstände. «Die Kameras am Bahnhof sind 24 Stunden in Betrieb», sagt Widmer. Ein zweiter Punkt ­besagt, dass ohne ausdrückliche schriftliche Einverständniserklärung der Betroffenen keine Privatliegenschaften erfasst werden dürfen. Daher habe man für die Videoüberwachung am Bahnhof die Einwilligung der SBB holen müssen, sagt Widmer.

Zudem hat die Gemeinde bei einer Videoüberwachung eine Informationspflicht gegenüber der Bevölkerung. «An allen offiziellen Zugängen zu den überwachten Stellen werden ausserhalb des Überwachungsperimeters Hinweistafeln angebracht», so Widmer. Die Daten der Videoaufnahmen werden ­lokal bei der Gemeinde gespeichert. Liegt keine Widerhandlung vor, werden die Daten nach spätestens sieben Tagen gelöscht oder überschrieben, heisst es im Reglement zur ­Videoüberwachung. Zudem dürfen Videoaufzeichnungen nur bei einer Anzeige den zuständigen Behörden weitergegeben werden.

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Autor

Dennis Kalt

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