Kaisten

Für das Engagement in Kenia: Elsy Amsler mit Frauenpreis geehrt

Der AKF mit Vroni Peterhans (links) und Pia Viel (rechts) verlieh der Kaisterin Elsy Amsler (Mitte) den Frauenpreis für ihr Hilfswerk in Kenia. ari

Der AKF mit Vroni Peterhans (links) und Pia Viel (rechts) verlieh der Kaisterin Elsy Amsler (Mitte) den Frauenpreis für ihr Hilfswerk in Kenia. ari

Der Aargauisch Katholische Frauenbund verleiht den Frauenpreis 2017 an Elsy Amsler und lobt deren Engagement in Kenia.

Als Elsy Amsler aus Kaisten 1990 das erste Mal in Kenia Urlaub machte, war sie nicht nur fasziniert von der Schönheit dieses afrikanischen Landes, sie schaute auch dorthin, wo Einheimische in bitterer Armut leben mussten. Sie sah hungernde Kinder, ohne Bildungschancen und ohne Zukunft, verzweifelte Frauen ohne medizinische Versorgung und ohne Hoffnung.

Irgendwie helfen müsste man, fand sie und wenn es nur ein winziger Tropfen auf den heissen Stein wäre. Bei einem winzigen Tropfen allerdings blieb es seitdem ganz und gar nicht. Wieder daheim mobilisierte sie zuerst ihre Familie und Freunde, verstand es, auch lokale Unternehmen für ihr Anliegen zu begeistern, gründete später die Elsy Amsler-Stiftung, fand verlässliche Sponsoren, viele Helferinnen und Helfer, knüpfte Kontakte zur örtlichen Kirche in der Diözese Homa Bay, reiste seitdem mehrmals im Jahr nach Kenia in diese Provinz am Viktoriasee.

Spitäler, Schulen, Brunnen

Das ist die Bilanz ihres unermüdlichen Einsatzes in fast drei Jahrzehnten: Zwei neue Schulen für 250 Mädchen und Jungen, zwei Kindergärten für 150 fröhliche Knirpse, ein Spital mit 25 Betten nebst Einrichtung und ausgebildeten Personal, Unterstützung des Geburtshauses, Bildungsprojekte für Frauen, 12 Brunnen mit Pumpen und sauberem Wasser, Zufahrtsstrassen und sanitäre Anlagen, Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge, Kleidung, Essen, Medikamente und vieles mehr.

Für diese enormes Engagement sowie ihren unermüdlichen Einsatz wurde Elsy Amsler mit dem Frauenpreis 2017 des Aargauisch Katholischen Frauenbunds (AKF) geehrt. Pia Viel-Sutter, Präsidentin im AKF-Kantonalvorstand, blickte in ihrer Dankesrede auch kurz zurück auf die einhundertjährige Geschichte des Bundes.

Der Bund zeichnet seit 1997 jährlich Einzelpersonen oder Institutionen mit einem Preis aus, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern einsetzen. Vroni Peterhans-Suter, Präsidentin der AKF-Frauenpreiskommission, unterstrich noch einmal die sehr erfolgreiche Tätigkeit von «Mama Elizza», wie Elsy Amsler auch liebevoll genannt wird. Sie ging weiter ein auf ihre Zusammenarbeit mit «Ärzten ohne Grenzen», mit «Medical Mission Sisters» sowie den Kirchen vor Ort.

Weitere Projekte geplant

Diesem Dank schlossen sich in ihren Grussworten Franziska Winter, Gemeindeammann Kaisten und Herbert Weiss, Stadtammann Laufenburg an.

In einem Rückblick informierte Armin Fust, Mitglied der Elsy Amsler-Stiftung, in Wort und Bild über die Arbeit des vergangenen Jahres in der Provinz Homa Bay – etwa die Einweihung eines Doppelkindergartens, den Bau eines Hauses für Krankenschwesternschülerinnen und zwei neue Brunnen.

Auch im kommende Jahr wird die fast 80-jährige Mama Elizza ihr Lebenswerk weiter voranbringen mit dem Bau von sechs Klassenzimmer für die gemischte Primarschule und einem Wohnheim für alte Priester.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1