Ein Blick auf die Wetterprognose verrät, dass dies auch die nächsten Tage so bleiben soll. Doch nicht nur Sonnenanbeter macht das Wetter derzeit glücklich, auch die Naturfreunde Möhlin, die das «Turmstübli» auf dem Gipfel des Sonnebergs bewirten, haben vom Schönwetter-Umschwung profitiert. «Viele Familien, Velofahrer und auch Reiter hat es am Sonntag auf den Sonnenbergturm gezogen, um den Ausblick bis zu den Alpen zu geniessen», erzählt Präsident Daniel Metzger.

Im Aussenbereich haben die Naturfreunde Biergarnituren aufgestellt, auf denen ab Mittag «immer rund 50 Leute die Sonne genossen haben», so Metzger. Bereits um 15.30 Uhr hätten die Besucher sämtliche Vorräte der Naturfreunde verputzt. «60 Bratwüste, 40 Cervelats, 30 Landjäger und 20 Scheiben Speck», schätzt Metzger, der sagt, dass man am nächsten Sonntag, falls das Wetter ähnlich schön werde, mehr Lebensmittel besorgen werde. «Weil mir im ‹Turmstübli› keine Tiefkühler haben, ist es immer eine Herausforderung so einzukaufen, dass wir nichts wegwerfen müssen, aber auch kein Besucher leer ausgeht», so Metzger.

40 Minigolf-Spieler am Sonntag

Auch auf der Minigolfanlage des Sportcenters Bustelbach in Stein herrschte am Sonntag reger Betrieb. Etwa 40 Besucher schwangen an diesem Tag das Eisen. «Eigentlich geht es erst im März mit dem Minigolf so richtig los. Aber aufgrund des tollen Wetters hat es bereits jetzt schon viele Familien auf die Minigolfanlage gezogen», sagt Zentrumsleiter Johannes Oehler. «Einige haben sich anschliessend im windgeschützten Bereich noch eine Glace gegönnt.» Auch zuvor sei die Anlage schon gut besucht worden. «Unter der Woche sind einige Familien mit ihren Kindern aufgrund der Schulferien vorbeigekommen», sagt Oehler. 

Ebenso erfreulich verlief das Wochenende für Raffaele Marino, der in der Marktgasse in Rheinfelden einen Feinkost-Laden führt und vor diesem hausgemachte Gelati nach italienischem Rezept anbietet. «50 Kilogramm Gelati habe ich verkauft», sagt Marino. Zum Vergleich: An einem Spitzenwochenende im Sommer verkauft er 100 Kilogramm der Süssspeise. «Wenn die Sonne scheint und es nicht zu kalt ist, haben die Leute immer Lust auf Gelati – egal ob Februar oder Juli», erklärt er. Aufgrund des Februar-Hochs bietet er bereits jetzt sein volles Sortiment mit 24 Gelati-Sorten an. «Am besten geht ‹Zuppa inglese› – eine Gelato-Abwandlung eines italienischen Desserts», sagt Marino. 

So gut es derzeit mit dem Gelati-Absatz von Marino läuft, so schlecht verlief der Absatz mit seinen heissen Maroni. Rund 120 Kilogramm habe er von Oktober bis Dezember verkauft. Im Jahr zuvor verkaufte er rund eine Tonne an die Rheinfelder Passanten. «Wenn es im Herbst und Winter nicht richtig kalt ist, bleiben die Marroni liegen», sagt er. Dennoch wird Marino auch in diesem Jahr wieder seinen Stand mit den Herbstfrüchten in der Marktgasse auffahren, um der Stadt ein «kleines Genschenk» zu machen und mit den Herbstfrüchten dafür zu sorgen, dass passend zur Jahreszeit mehr Atmosphäre in die Marktgasse einkehrt.

Kurzärmlig auf dem Eis unterwegs

Ungünstig sind die milden Temperaturen für die Eisflächen des Freizeitcenters Kuba in Rheinfelden. «Gegen Nachmittag, wenn die Sonne so richtig auf das kleine Eisfeld scheint, laufen beide Kühlaggregate auf voller Leistung, damit das Eis nicht auftaut», sagt Geschäftsführer Willy Vogt. Dies spiegle sich auch im Stromverbrauch wieder, der bei den derzeitigen Temperaturen rund doppelt so hoch sei, wie an einem frostigen Wintertag.

Den einen oder anderen, der kurzärmlig auf dem Eis dem Puck hinterherjagt, hat Vogt in den letzten Tagen bereits gesehen. Dennoch kann Vogt nicht behaupten, dass das schöne Wetter mehr Besucher auf das Eis lockt. «Was wir merken, ist, dass die Schulklassen aufgrund der Sportferien ausbleiben.»

Einen Kundenrückgang von zehn Prozent über das Wochenende verzeichnet das Sole Uno in Rheinfelden bei dem derzeitigen Wetter. «Klar, es gibt einige, die dann lieber Skifahren», sagt Betriebsleiter Sven Malinowski. «Viele Gäste nutzen bei diesem Wetter bereits den Aussenbereich, um sich zu sonnen.»