Fricktal
Die Kürbisse haben dem Regen getrotzt: Jetzt sind sie reif für die Fensterbank oder die Pfanne

Die Kürbisernte ist angelaufen. Im Gegensatz zu anderen Kulturen trotzten die Kürbisse dem vielen Regen im Sommer. Die Ernte fällt entsprechend zufriedenstellend aus. Besonders beliebt bei den Käuferinnen und Käufern sind die Klassiker.

Nadine Böni
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Beat Mahrer, Landwirt aus Möhlin, verkauft an der Landstrasse rund ein Dutzend verschiedene Kürbissorten.

Beat Mahrer, Landwirt aus Möhlin, verkauft an der Landstrasse rund ein Dutzend verschiedene Kürbissorten.

Nadine Böni / Aargauer Zeitung

Orange, gelb, weiss, grün – die Kürbisse im Unterstand nahe der Landstrasse zwischen Möhlin und Wallbach leuchten in der Herbstsonne. Am 10. September hat Landwirt Beat Mahrer die ersten Kürbisse geerntet, vor wenigen Tagen ist der Verkauf hier angelaufen. Dies einige Wochen später als in anderen Jahren. Was natürlich mit dem regnerischen Frühjahr und Sommer zu tun hat. «Bereits die Aussaat war wetterbedingt später als in anderen Jahren», sagt Mahrer.

Der Rückstand liess sich nicht mehr wettmachen – im Gegenteil. Mahrer aber sieht im etwas späteren Erntezeitpunkt auch Vorteile: «Die Leute haben regelrecht auf die Kürbisse gelangt», sagt er und fügt mit einem Lachen an: «Vielleicht auch, weil die Blumen vor den Fenstern im Sommer litten. Da braucht es frisches Dekomaterial.»

Die Klassiker sind besonders beliebt

Dazu eigenen sich natürlich Zierkürbisse in verschiedensten Farben und Formen, aber auch Speisekürbisse. Rund die Hälfte der Kürbisse, die Mahrer anbietet, sind essbar. Besonders beliebt sind die Klassiker – Hokkaido, Muskat, Butternut.

Mahrer aber bietet knapp ein Dutzend Sorten. Im Verkaufsunterstand hat er zu jeder Sorte einen Steckbrief aufgehängt, samt Tipps zu möglichen Gerichten. «Wer also mal etwas Neues ausprobieren will, ist hier richtig», sagt er. Die Speisekürbisse können dabei eine Doppelfunktion übernehmen:

«Viele Leute stellen sie zuerst als Dekoration auf – und kochen dann nach einigen Wochen etwas Feines daraus.»

Neben den Zier- und Speisekürbissen verkauft er natürlich auch die klassischen, orangenen Halloweenkürbisse, in die sich wunderbar gruselige Fratzen schnitzen lassen. Mahrer weiss: Je näher Halloween rückt, desto grösser wird die Nachfrage. Darauf einen Einfluss haben auch die anstehenden Herbstferien. «Gerade bei regnerischem Wetter ist das Kürbisschnitzen eine beliebte Beschäftigung», so der Landwirt.

Der Regen hatte auch einen Vorteil

Mit der Qualität und Quantität der diesjährigen Ernte ist er zufrieden. Wobei das Wetter nicht nur auf den Erntezeitpunkt einen Einfluss hatte. «Die verschiedenen Sorten haben ganz unterschiedlich reagiert», sagt Mahrer. Bei einigen seien die einzelnen Kürbisse etwas kleiner ausgefallen, dafür in grösserer Stückzahl, bei anderen gab es etwas weniger zu ernten. Immerhin: Mit Feuchtigkeit und Fäulnis gab es keine grösseren Probleme. Mahrer erklärt:

«Die Kürbisse haben den Regen gut vertragen. Das Wetter hatte da sogar eine positive Seite: Wir mussten die Kürbisse nie bewässern.»

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