Fricktal
Die Fähnli hängen, die Figuren stehen: Jetzt kann der erste Faisse kommen

Die Närrinnen und Narren zeigen Flagge – am vergangenen Wochenende etwa haben sie die Strassen und Plätze in Laufenburg und Kaisten dekoriert. Ein für Corona-Verhältnisse erstaunlich normaler Fasnachtsauftakt steht vor der Tür. In Möhlin wird erstmals Gemeindeammann Markus Fäs die Schlüssel an die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler übergeben. Aber nicht alles findet statt.

Hans Christof Wagner
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Auch in Laufenburg ist für die Fasnacht 2022 schon alles bunt dekoriert. Der erste Faisse kann kommen.

Auch in Laufenburg ist für die Fasnacht 2022 schon alles bunt dekoriert. Der erste Faisse kann kommen.

Andrea Worthmann (7. Februar 2022)

Seit dem vergangenen Samstag hängen über den Gassen von Laufenburg, Kaisten, Möhlin und anderswo im Fricktal die bunten Fähnchen, die optisch für alle augenfällig machen: Die fünfte Jahreszeit 2022 ist in der Region angekommen.

In Laufenburg steht die Narrenmutter, in Kaisten sind es die Fasnachtsfiguren Mülleri, Haldejoggeli und Hurli. «Nur der Tüttigrabenhund steht noch nicht», sagt Kaistens Narrenvater Marco Zaugg. Und schiebt nach: «Wir wollten mit der Aufstellung noch warten, bis der Sturm vorbei ist.»

In Kaisten werden nur die «Prototype» spielen

Daumen hoch für die Fasnacht - in Kaisten kündigen die Fasnachtsfiguren die närrische Zeit sichtbar an.

Daumen hoch für die Fasnacht - in Kaisten kündigen die Fasnachtsfiguren die närrische Zeit sichtbar an.

Andrea Worthmann

Zaugg ist froh, dass in Kaisten ein weitgehend normaler Erster Faisse stattfinden kann: Tschättermusik am frühen Morgen und am Abend, Mehlsuppe im Café Cassiopeia, Eröffnung der Fasnacht mit Freilassung des Joggeligeistes und Schlüsselübergabe. Auch ein Guggen Open Air wird es geben, dieses Jahr laut Zaugg aber nur mit den Kaister «Prototype» und nicht wie sonst mit drei bis vier regionalen Guggen.

In Laufenburg ist die Narrrenmutter auch 2022 aufgestellt.

In Laufenburg ist die Narrrenmutter auch 2022 aufgestellt.

Andrea Worthmann

Die Mehlsuppe wird in Laufenburg an diesem Donnerstag in der Zunftstube Schiff aufgetischt- zur Stärkung der närrischen Musikantinnen und Musikanten, die ab 5 Uhr vom Wasentor aus mit Pauken und Trommeln zur Tschättermusik aufbrechen, was sie auch nochmals am Abend tun. Um dann den Barbetrieb in der Salmi-Grotte zu geniessen, in der aber die 2G-Plus-Regel gilt.

Auch in Möhlin sind die Fasnachtzunft Ryburg (FZR) und die Meler Galgevögel schon euphorisch, was den Donnerstag betrifft. Wenn sie am Abend nach der Schlüsselübergabe durch Gemeindeammann Markus Fäs bis Aschermittwoch die Herrschaft im Dorf übernehmen und am Narrenbrunnen die Fasnacht eröffnen. Daniel Ryser, Präsident der Meler Galgevögel, sagt:

«Zu dem Anlass mit Apéro ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.»

Ryser zufolge werden wohl auch die Guggenmusiken von FZR und Galgevögel spielen, eventuell auch die FZR-Tambouren.

Mehlsuppe wird draussen serviert - auch um 2G plus zu umgehen

In Zuzgen sagt die Chluuri Zunft «Mir mache Fasnacht» und lädt ab 19 Uhr zur Fasnachtseröffnung auf dem Turnhallenplatz ein, wo die Zunft-Gugge spielt, der Böögg aufgehängt und auch die Mehlsuppe serviert wird – draussen, um 2G plus zu umgehen. Auch die Gülleschränzer Zeiningen spielen am ersten Faissen wie immer beim Bachbrüggli. Guggenchefin Andrea Manhartsberger schränkt aber ein:

«Ob wir nur spielen oder ab es auch einen Apéro geben wird, ist noch offen.»

In Eiken eröffnet am Donnerstag um 19.30 Uhr die Guggenmusik Chinzhaldeschränzer die Fasnacht mit einem Platzkonzert auf dem «Rössli»-Parkplatz.

Vielleicht werden sich auch Fasnächtlerinnen und Fasnächtler aus Obermumpf und Hellikon daruntermischen. Denn in beiden Gemeinden sind die närrischen Treiben am ersten Faissen abgesagt – «schweren Herzens», wie es auf der Website der Obermumpfer Guggemusig Räblüüs heisst.