Fricktal
Corona lässt die Veranstalter von Frühlingsevents in der Region weiter bangen

Mit der Aktion «Frühlingserwachen» startet der Rheinfelder Einzelhandel traditionell in die warme Jahreszeit. Dieses Jahr aber zieht Corona die Wintermüdigkeit in die Länge. Die Pandemie bremst den Elan so mancherorts aus. Doch die Hoffnung auf die Durchführbarkeit von Märkten in den kommenden Wochen ist da.

Hans Christof Wagner
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Der letzte Markt, der auf der Fricker Hauptstrasse stattfand, war der Martinimarkt im November des letzten Jahres.

Der letzte Markt, der auf der Fricker Hauptstrasse stattfand, war der Martinimarkt im November des letzten Jahres.

Bild: Dennis Kalt
(9. November 2020)

Nachdem der Fasnachtsmarkt im Februar der Pandemie zum Opfer gefallen ist, sieht es danach aus, dass der Frühlingsmarkt am Pfingstmontag in Frick stattfinden wird. Gemeindeschreiber Michael Widmer berichtet nach Rücksprache mit Daniel Suter, Gemeindeammann und Präsident der Marktkommission:

«Sofern sich in epidemiologischer Hinsicht keine wesentliche Verschlechterung ergibt und Märkte wieder verboten werden, findet der Pfingstmarkt in Frick statt.»

Abgesagt ist inzwischen aber die Rollbörse, Fricks zweiter grosser Frühjahrsanlass, der Anfang Mai hätte stattfinden sollen. «Es sind momentan sehr unsichere Zeiten und wir wollen keine unnötigen Risiken eingehen», sagt Angelo Zurlino, Mitarbeiter des Veranstalters «Jugend bewegt», der offenen Jugendarbeit der Gemeinden Frick, Gipf-Oberfrick und Wittnau. In den Vorjahren fanden über die Rollbörse Hunderte von gebrauchten Velos, Trottinetts, Skateboards, Inline-Skates und auch Kinderwagen auf dem Schulareal Ebnet neue Besitzer. Zurlino: «Wenn es die Umstände erlauben, wird die nächste Rollbörse Frick im April 2022 durchgeführt.»

«Ab dem 1. März 2021 sind Waren- und Jahrmärkte im Freien ohne Sortimentsbeschränkungen mit dem Schutzkonzept des Schweizerischen Marktverbands (SMV) wieder erlaubt.» Das heisst es auf der SMV-Website. Aber machen die regionalen Märkte von dieser Freiheit auch Gebrauch? Oder ist den Veranstaltern das Risiko zu hoch?

Darauf, wie sich die Stadt Rheinfelden entscheidet, wartet Claudio Meier, Organisator des Rheinfelder Flohmarkts, der für den 8. Mai auf der Agenda steht. Er sagt:

«Die Chance darauf, dass der Rheinfelder Flohmarkt stattfinden kann, stehen 50 zu 50.»

Meier fände es sehr schade, sollte das Event neuerlich gecancelt werden. Sei der Flohmarkt doch schon 2020 abgesagt worden – sowohl im Mai wie auch im September. Meier: «Wir bräuchten das Geld.» Für die Stadt seien die Flohmärkte insgesamt gute Frequenzbringer.

Auch viel Frequenz hofft auch der Rheinfelder Verein Pro Altstadt bei seinem «Frühlingserwachen» am 1./2. Mai. Präsident Marco Veronesi:

«Das Frühlingserwachen wird sicher nicht im traditionellen Rahmen stattfinden.»

Die 2021er-Auflage von «Frühlingserwachen» werde wohl nur ein verkaufsoffenes Wochenende sein, was im Falle von Rheinfelden als touristischem Ort nicht bewilligungspflichtig sei. Ob es ein Rahmenprogramm gebe, sei noch offen.

Fragezeichen beim Frühlingsmarkt Obermumpf

«Entschieden ist noch nichts», berichtet auch Martin Schüttel von der Marktkommission Obermumpf, wo für den 17. April der Frühlingsmarkt geplant ist. «Das Gros der Marktbeschicker würde gerne mitmachen», sagt Schüttel. Von diesen stamme etwa die Hälfte aus dem Dorf. «Wir stellen schon jetzt provisorisch die Anträge, dann wäre für den Tag X alles parat», so Schüttel.

Keine Anträge mehr stellen müssen die Veranstalter des Frühlingsmarkts in Wegenstetten. Der hätte am Wochenende 24./25. April laufen sollen. Er ist abgesagt.

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