Fricks Monti

Fricks Monti zeigt Kinofilme jetzt auch in 3D

Das einzige Fricktaler Kino, das „Monti“ in Frick, hat einen digitalen Projektor installiert und wird in Zukunft auch 3D-Filme zeigen. Rund 140000 Franken haben die Besitzer in die Zukunft des Kinos investiert.

Die Fortschritte in der Entwicklung der Kinotechnik haben Philipp Weiss und Martina Welti von Fricks Monti dazu veranlasst, sich vom klassischen 35-Millimeter-Film zu verabschieden und auf die 3D-Technologie zu bauen. «Es ist ein klarer Schnitt, den wir vollziehen und wir setzen voll auf 3D. Der digitale Projektor ist genau auf die Mitte des Vorführraums ausgerichtet und bietet dem Publikum vollen Kinogenuss», betont Philipp Weiss. «Die Analogtechnik war natürlich noch mit viel Handarbeit verbunden, musste doch der Operateur - je nach Film - fünf bis neun grossen Spulen handeln. Jetzt geht das natürlich viel einfacher», ergänzt Martina Welti.

Konkret läuft es so ab, dass die Verleiher auf postalischem Weg eine Harddisk ins «Monti» schicken, welche den gewünschten Film enthält. Die Qualität ist zehnmal besser als die einer Blu-ray Disc. Dementsprechend viele Daten enthält eine Harddisk, deren Inhalt im Projektionsraum auf einen Server gespeichert wird, dessen Speicherkapazität 8 Terabyte beinhaltet. Es können ungefähr 20 Filme gespeichert werden.

Nun ist es aber nicht so, dass die Kinobetreiber einen Film beliebig abspielen können. Denn die im Voraus bestimmten Tage und die Uhrzeit für eine Filmvorführung erhält die «Monti»-Crew vom Verleiher per E-Mail. Diese Schlüsseldaten werden via Stick in den Digitalprojektor geladen, der einen Film zur vorprogrammierten Zeit zum Abspielen frei gibt.

Den alten Projektor verschenkt

Den grossen 35-Millimeter-Filmprojektor haben Philipp Weiss und Martina Welti einem Operateur verschenkt. «Wir wollen kein Hin und Her mit den verschiedenen Systemen, zumal es immer weniger Filme für die 35-Millimeter-Projektion gibt. Die Zukunft ist nun halt mal digital», stimmen die beiden überein. Wichtig sei es, dass das Kinopublikum weiss, dass künftig - nebst den 3D-Filmen - selbstverständlich weiterhin Filme in 2D gezeigt werden.

Das erlaubt das Zusammenstellen eines abwechslungsreichen Programms. Bei allen Neuerungen ist doch etwas gleich geblieben und zwar der schöne Kinosaal und die Eintrittspreise, die nicht angehoben werden: 15 Franken bezahlt, wer ins Kino Monti geht, 17 Franken kostet ein Balkonplatz, und Kinder bezahlen in den Nachmittagsvorstellungen 14 Franken. Was jetzt neu dazu kommt, ist die spezielle 3D-Brille, die für 3 Franken verkauft wird. Wer eine solche Brille erstanden hat, kann sie jedesmal wieder mitnehmen, wenn ein 3D-Film gezeigt wird - es handelt sich also um eine einmalige und durchaus erschwingliche Anschaffung.

Weil die neue Anlage übrigens mehr als doppelt so viel Energie benötigt, wie der alte Filmprojektor, wird Wärme zurückgewonnen. Denn 80 Prozent der 4000 Watt Stromverbrauch resultieren am Schluss als Abwärme. In Fricks Monti wird also der ökologische Gedanke umgesetzt, indem im Winter die Frischluft von aussen für das Restaurant und das Kino erwärmt werden kann, und im Sommer wird damit Brauchwasser erhitzt.

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