«Es geht darum, der Schule eine Chance zu geben»

Vor der Abstimmung zum Testplanungskredit setzt die «IG pro Mittelschule Möhlin» auf das Argument Bildung.

Nadine Böni
Merken
Drucken
Teilen
Mobilisieren für ein Ja zur Testplanung (von links): Dominik Pfoster, Pius Dahinden, Désirée Stutz und Martin Frana.

Mobilisieren für ein Ja zur Testplanung (von links): Dominik Pfoster, Pius Dahinden, Désirée Stutz und Martin Frana.

Bild: nbo

«Letztendlich geht es um eine entscheidende Frage: Wollen wir in die Zukunft unserer Kinder investieren?» Es ist das Schlusswort von Martin Frana (FDP) nach einem Medien­gespräch der «IG pro Mittelschule Möhlin» zur anstehenden Abstimmung. Am 29. November entscheiden die Stimmberechtigten über das Referendum zum Testplanungskredit für den Entwicklungs- und Wohnschwerpunkt beim Bahnhof Möhlin – und damit die mögliche Ansiedlung der Schule.

Knapp zwei Wochen zuvor nutzte die IG, vertreten von Frana, Désirée Stutz (SVP), Dominik Pfoster (GLP) und Pius Dahinden (CVP), die Gelegenheit, ihre Argumente noch einmal darzulegen. Etwa, dass ein Grossteil der Aargauer Schüler, die heute das Gymnasium in Muttenz oder Basel besuchen aus Rheinfelden, Möhlin und den umliegenden Gemeinden kommen und die Mittelschule beim Bahnhof Möhlin so über kurze Schulwege erreichbar wäre. Oder auch, dass die Mittelschule das Angebot für Jugendliche erweitere – nebst der Bildung auch in den Bereichen Sport oder Kultur – und für die Gemeinde so zu einem wichtigen Standortvorteil werde.

«Die Stimmberechtigten haben es in der Hand»

Ein Flyer mit den Argumenten soll in den nächsten Tagen verteilt werden. «Wir wollen diese Mittelschule und sind überzeugt, dass wir mit der Testplanung die Entscheidungsgrundlage dafür schaffen, wie sie möglichst ressourcenschonend angesiedelt werden kann», sagte Désirée Stutz. Mit dem Kredit werde ausserdem keine Einzonung, sondern erst die Testplanung genehmigt. «Die Stimmberechtigten müssen sich bewusst machen, dass sie es selber in der Hand haben, was danach passiert.» Auch sie und ihre Mitstreiter würden eine Einzonung für eine Grossüberbauung ablehnen, betonte Stutz. «Darum geht es jetzt aber nicht. Es geht jetzt darum, der Mittelschule hier eine Chance zu geben.»

Dem Hauptargument der Planungsgegner, dass mit einer Überbauung wertvolles Kulturland verloren gehe, widersprachen die Befürworter. «Es handelt sich weder um eine Fruchtfolgefläche noch um ein Gebiet mit grosser Bedeutung für Naturschutz oder Biodiversität», sagte Frana. «Es geht daher um eine Interessensabwägung – und diese muss zugunsten eines Bildungsstandorts ausfallen.»