Zeiningen

Entwarnung: Aargauer Schüler zeigen keine Corona-Symptome – angestecktes Familienmitglied wieder zu Hause

Die Kinder bleiben der Schule fern. Dem Angesteckten Familienmitglied geht es aber gut.

Die Kinder bleiben der Schule fern. Dem Angesteckten Familienmitglied geht es aber gut.

Der Zeininger Corona-Fall verläuft mild – in der Schule ist nach der anfänglichen Aufregung Ruhe eingekehrt.

In Zeiningen besuchen derzeit zwei Kinder den Schulunterricht nicht, weil sich ein Familienmitglied mit dem Corona-Virus angesteckt hat. Diese Vorsichtsmassnahme sei in Absprache mit dem Kantonsärztlichen Dienst getroffen worden, sagte Schulleiterin Simone Kohler am Donnerstag. Der Lead bei den Massnahmen liege beim Kanton, so Kohler weiter, die Schule setzte diese um.

Auch am Freitag stand die Schulleiterin wieder in Kontakt mit der betroffenen Familie. «Den Kindern geht es gut, sie haben keine Symptome», so Kohler. Auch das infizierte Familienmitglied habe das Spital bereits wieder verlassen können. Im Aargau nähme die Krankheit bislang bei allen Infizierten einen milden Verlauf und die Kranken können sich so isoliert zu Hause auskurieren, so Jelena Teuscher, Sprecherin des kantonalen Gesundheitsdepar­tements. Sie betont weiter, dass es «sehr unwahrscheinlich» sei, dass man sich bei Personen anstecke, die keine Symptome zeigten.

In den ersten beiden Tagen nach Bekanntwerden des Falles habe es viele Fragen von Eltern gegeben, so Kohler weiter. «Mittlerweile ist die Lage aber recht ruhig.» Mit einem Brief hat die Schule Mitte Woche alle Eltern informiert und darin auch festgehalten, dass der Unterricht normal weitergeführt wird. «Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren», so Kohler. Es hätten keine Eltern den Wunsch geäussert, Kinder nicht zur Schule zu schicken.

Dass das Corona-­Virus in der Gemeinde angekommen sei, sorge für Verunsicherung, sagt Ärztin Barbara Kasper von der Zeininger «Arztpraxis Wanderweg». «Ich habe seither deutlich mehr Anfragen erhalten.» Auch sie empfiehlt den Menschen, die Ruhe zu bewahren. Da sie jedoch viele chronisch kranke Patienten hat, ­werden Personen mit Erkältungssymptomen telefonisch gecoacht. «Dies habe ich aber schon so gehandhabt, bevor sich die Person in Zeiningen angesteckt hat.»

Trainings in Sportvereinen laufen normal weiter

Ein Thema ist das Corona-Virus auch bei den Sportvereinen. «Wir halten uns an die Empfehlungen des Bundes und des Verbandes», sagt etwa FC Zeiningen-Präsident Fabian Kägi. Zudem orientiere man sich auch an der Schule. «Solange sie offen bleibt, finden auch die Trainings statt», so Kägi. Man habe aber die Eltern der Kinder angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass Kinder zu Hause bleiben sollen, wenn sie sich nicht wohl fühlten oder Erkältungssymptome hätten.

Ähnlich ist es auch beim TV Zeiningen. Der Fall im Dorf sei im Training kurz thematisiert worden, sagt Vorstandsmitglied Mira Güntert. Man wolle aber keine grosse Sache daraus machen. Die Trainings fänden weiterhin mit normaler Teilnehmerzahl statt. «Wir gehen aber natürlich davon aus, dass die Mitglieder die Hygiene-Massnahmen einhalten und nicht kommen, wenn sie sich krank fühlen.»

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

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