Im Herbst werden die 39 altersbetreuten Wohnungen des Vereins für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF) fertiggestellt sein. Wenn die Enkel dann dort ihre Grosseltern besuchen, soll für beide Generationen mit einem «Enkel-Spielplatz» ein verbindendes Erlebnis geschaffen werden. Die Idee dahinter: «Enkel und Grosseltern gehen nicht nur gemeinsam auf dem Spielplatz, sie nutzen ihn auch gemeinsam», sagt Andre Rotzetter, VAOF-Präsident.

Die sechs bis sieben Spielgeräte sind so konzipiert, dass diese unbewusst Gleichgewicht und Kraft trainieren, sobald sich zwei oder mehrere Personen auf dem Spielgerät befinden. «Dies hilft zum einen, dass Kinder ihre motorischen Fähigkeiten verbessern und zum anderen, dass Senioren diese im hohen Alter nicht so schnell verlieren», sagt Rotzetter.

Dies sei vor allem wichtig, weil Stürze im hohen Alter eine grosse Gefahr in sich bergen. Auf die Frage, ob er denkt, dass die Spielgeräte dann auch von den Senioren genutzt werden, erwidert Rotzetter: «Die Enkel werden mit ihrer kindlichen Freude ihre Grosseltern anstecken.»

Anregungen darüber, welche Spielgeräte konkret bei den 39 altergerechten Wohnungen aufgestellt werden sollen, wird sich Rotzetter demnächst im Schützenmattpark in Basel holen. Dort wurde 2015 der erste Generationen-Spielplatz der Schweiz eröffnet. «Unser Ziel ist es auch, die Gegebenheiten des Geländes für den Spielplatz zu nutzen», sagt Rotzetter. Beispielsweise könne in die Geländeerhebung bei der Tiefgarageneinfahrt ein Klettergerüst integriert werden.

Rücksicht auf Bewohner

Weil die freien Flächen bei den VAOF-Gebäuden recht gering sind, ist geplant, die einzelnen Spielgeräte rundherum um die Gebäude zu verteilen. «Wir müssen natürlich Rücksicht auf die Bewohner nehmen und schauen, dass wir ein Spielgerät nicht unmittelbar vor eine Wohnung stellen», sagt Rotzetter, der damit rechnet, dass die Spielgeräte wie der Blätterteppich – instabile Flächen, die sich in Bewegung setzen – bis zum Frühling aufgestellt sein werden.