Rheinfelden

Die nächste Generation steht in den Startlöchern – Fricktaler Jungstörche üben schon das Fliegen

Einige Jungstörche machen bereits Flugübungen.

Einige Jungstörche machen bereits Flugübungen.

Der Bestand an Störchen entwickelt sich weiterhin gut. Insgesamt kann ein ein positives Fazit über das Storchenjahr gezogen werden. So werden in diesem Jahr in Rheinfelden 4, in Kaiseraugst 17 und in Möhlin 49 Jungstörche beringt. Die ersten Jungtiere üben bereits schon das Fliegen.

Die nächste Generation von Fricktaler Jungstörchen ist schon bald flügge. Der Rheinfelder Storchenexperte Stephan Kaiser beobachtet die Vögel in den beiden besiedelten Horsten der Stadt regelmässig. «Inzwischen üben die Jungvögel regelmässig den Flügelschlag und stärken so ihre Muskelkraft fürs Fliegen», erzählt er.

Auch der Kaiseraugster Storchenvater Urs Wullschleger hat solche Beobachtungen gemacht. Und noch mehr: Als die Jungstörche auf einem Horst in der Nähe des Campingplatzes vor einigen Tagen beringt werden sollten, flatterten doch tatsächlich zwei von ihnen davon. «Das sah schon ganz gut aus, auch wenn sie für längere Ausflüge wohl noch etwas üben müssen», erzählt Wullschleger mit einem Lachen.

Insgesamt werden in Rheinfelden 4, in Kaiseraugst 17 und in Möhlin 49 Jungstörche beringt. «Das ist ein gutes Resultat. Wir sind zufrieden», sagt Bruno Gardelli, Leiter der Storchenstation in Möhlin und Regionsleiter Nordwestschweiz bei «StorchSchweiz». Er weiss: Nur ein Bruchteil der Jungstörche wird es in die Winterquartiere und dereinst nach Erreichen der Geschlechtsreife wieder zurück in die Region schaffen. Aber: «Mit einer solchen Anzahl Jungstörchen schaffen wir Jahr für Jahr die Basis, damit der Bestand an Störchen für die Zukunft gesichert ist.»

Positives Fazit über das Storchenjahr

Die Fricktaler Storchenfreunde ziehen also ein positives Fazit über das Storchenjahr. Trotz einigen Verlusten bei den Jungvögeln. «In den ersten Lebenswochen sind die Störche sehr witterungsempfindlich», sagt Gardelli. Es fehlt ihnen das vollständige Federkleid als Schutz. Gerade anhaltende Regenfälle bei kühlen Temperaturen sind deshalb gefährlich. Besonders Mitte Mai über die «Eisheiligen» und Anfang Juni wurde es kritisch – und für manchen Jungvogel zu viel. «Das ist die natürliche Auslese», sagt Wullschleger pragmatisch.

Inzwischen kann den jungen Störchen das Wetter kaum mehr etwas anhaben. «Sie sind dank ihres nun voll ausgebildeten Gefieders gut gegen Kälte und Nässe geschützt», sagt Wullschleger. Die Jungvögel werden in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin ihre Flugübungen machen. Damit sie dann bereit sind, wenn es Ende August auf die lange Reise in die Winterquartiere geht.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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