Sie sangen von Wein, schönen Frauen, herrlichen Landschaften, Liebe, den Sternen am Himmel und vielem mehr. Die rund 250 Sängerinnen und Sänger standen weder im Wettstreit gegeneinander noch auf Punkte bedacht auf der Bühne.

Das alljährlich stattfindende Open Air des Fricktalischen Sängerbundes bietet Chören Gelegenheit, sich in freundschaftlicher Atmosphäre dem Publikum zu präsentieren. Bettina Huber führte charmant durch das Programm und stellte bei ihren Ansagen statt der Lieder die Chöre in den Vordergrund.

Den Auftakt machten die Stärnekids mit Dani Kalt, gefolgt von der Premiere der Männerchorgemeinschaft Eiken/Obermumpf/Schupfart und weiteren Chören aus Wegenstetten, Rheinfelden, Mumpf und Kaisten-Laufenburg.

Die Sprachenvielfalt in den Liedern liess sich sehen, beziehungsweise hören. Die musikalischen Begleitungen reichten von Klavier über Schlagzeug, Bass, Gitarre bis Blockflöte, wobei auch ein Klavierdeckel zum Einsatz kam.

Die unterschiedlichen grossen und kleinen Gesangsformationen bereicherten das Konzert mit zarten Melodien, kleinen Soli, rassigen Rhythmen und komödiantischen Einlagen.

Im zweiten Teil des Abends unterhielten die Männerchöre Obermumpf und Gipf-Oberfrick, die Freaktal Singers, die Chorgemeinschaft Zeiningen-Bözen, der gemischte Chor Staffeleggtal und der Männerchor Sängerbund Wittnau das Publikum mit weiteren bekannten oder traditionellen Melodien, mit Evergreens und Überraschungstiteln.

Blick hinter die Kulisse

Spannend war der Blick hinter die Kulisse in die Probelokale. Da und dort mussten ein paar Kleinigkeiten ausgemerzt oder Unsicherheiten nochmals geübt werden.

Dirigenten versuchten mit Atem- und Bewegungsübungen die Sängerinnen und Sänger samt Stimmbändern zu lockern. In Diskussionen um Details einigte man sich meist in letzter Sekunde. Und immer wieder die Mahnung, auf die Direktion zu schauen, zu lächeln und nicht wie ein Sack «Härdöpfel» auf der Bühne zu stehen.