Mettauertal
Der Fricktaler Rafael Winkler holt Gold an der Schweizer Physik-Olympiade

An der Schweizer Physik-Olympiade 2013 qualifizierten sich fünf junge Physiktalente für Dänemark. Unter ihnen Raphael Winkler aus Mettauertal.

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Goldmedaillen-Gewinner Raphael Winkler.

Goldmedaillen-Gewinner Raphael Winkler.

An der 19. Schweizer Physik-Olympiade an der Neuen Kantonsschule Aarau gewannen Sven Pfeiffer (Freies Gymnasium Bern, BE) aus Münsingen, Rafael Winkler (Alte Kantonsschule Aarau, AG) aus Mettauertal, Quentin Wenger (Seeland Gymnasium Biel, BE) aus Tramelan, Alain Rossier (Lycée-Collège de l’Abbaye, VS) aus Le Châble und William Borgeaud (Gymnase de la Cité, VD) aus Grandvaux je eine Goldmedaille. Die Schweizerische Physikalische Gesellschaft (SPG) verlieh überdies mehrere Sonderpreise.

Die fünf Goldmedaillengewinnerinnen und -gewinner gewannen mit ihrem hervorragenden Ergebnis ein Ticket an die Internationale Physik-Olympiade (IPhO), die vom 7. bis 15 Juli in Kopenhagen (Dänemark) stattfinden wird. Nebst den Schweizer Teilnehmenden gewann der Liechtensteiner Lukas Lang aus Ruggell eine Goldmedaille. Auch sein Teamkollege David Hälg (beide Liechtensteinisches Gymnasium) aus Schaan konnte sich für die IPhO qualifizieren.

Weiter wurden fünf Silber-, fünf Bronzemedaillen sowie neun Diplome an Jugendliche aus den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Landschaft, Bern, Genf, Luzern, Solothurn, Wallis, Zug, und Zürich verliehen. Die Schülerinnen und Schüler mussten anspruchsvolle theoretische Prüfungen sowie zwei Experimente lösen. Der Final fand bereits zum wiederholten Male an der Neuen Kantonsschule Aarau statt. Tiina Stämpfli, Leiterin Fachstelle Pädagogik Sek II des Kantons Aargau, überbrachte den erfolgreichen Jungphysikerinnen und -physikern die Glückwünsche des Kantons Aargau und wünschte ihnen viel Erfolg für ihre beruflichen und akademischen Ziele.

Sonderpreise gingen an den Liechtensteiner Lukas Lang für die beste Punktezahl überhaupt, den besten Schweizer Sven Pfeiffer, die beste Teilnehmerin, Viviane Kehl und an den zweitbesten Teilnehmer, Rafael Winkler. Viviane Kehl und Alain Rossier haben überdies bereits erfolgreich an der Mathematik-Olympiade teilgenommen und stellten somit ihre polyvalenten Talente und Interessen bereits mehrfach unter Beweis. Die Gewinnerinnen und Gewinner durften ihre Medaillen und Preise vom Vertreter der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft, Dr. Antoine Pochelon, entgegennehmen.

Die von der Schweizer Physik-Olympiade organisierten Ausscheidungen für die IPhO zogen 2013 erfreulicherweise über 50 Prozent mehr Teilnehmende für die erste Runde an. Johanna Nyffeler, selber ehemalige IPhO-Teilnehmerin und heute Organisatorin der Prüfungen zeigte sich zudem erfreut über das hohe Niveau der Teilnehmenden: „Wir hatten nicht nur mehr als 50 Prozent mehr Teilnehmende an der ersten Runde, diese erreichten auch sehr hohe Punktezahlen. Simon Birrer, Vizepräsident der SwissPhO doppelt nach: «Auch die Silber- und Bronzemedaillengewinnerinnen und –gewinner sind ein Versprechen für die Zukunft, viele von ihnen sind gut und erfüllen auch nächstes Jahr die Teilnahmevoraussetzungen.» Bleibt also zu hoffen, dass sich einige dieser Versprechen in Dänemark einlösen.

Die Schweizer Physik-Olympiade SwissPhO ist ein Wettbewerb für Jugendliche aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein, die sich für mehr als nur den Mittelschulstoff interessieren. Das Ziel der SwissPhO ist es, die Teilnehmenden zu fördern, zu fordern und für die Physik zu faszinieren.

Der nationale Wettbewerb findet bereits zum 19. Mal statt und wird in mehreren Runden durchgeführt. Nach einem freiwilligen Probetest nehmen interessierte Schülerinnen und Schüler an einer Vorausscheidung teil. 2013 beteiligten sich ca. 100 Schülerinnen und Schüler aus allen Regionen der Schweiz und Liechtensteins an dieser Prüfung. Sie dient als Qualifikation zur Teilnahme an Vorbereitungskursen, an welchen die 24 besten Jugendlichen eingeladen werden. Auf Deutsch und Französisch werden in diesen Kursen Grundwissen und weitergehende Kenntnisse der Physik vermittelt.

Diese jungen Physiktalente messen sich an der zweitägigen nationalen Prüfung, an der Wissen, Kombinationsfertigkeiten und praktisches Experimentieren gefragt sind und kämpfen dabei um die Medaillen der nationalen Olympiade, der SwissPhO. Diese Runde ist zugleich die Selektion für die Internationale Physik-Olympiade IPhO sowohl für die Schweizer wie auch die Liechtensteinischen Vertreter. Die 44. IPhO findet dieses Jahr in Kopenhagen, Dänemark, statt.

Die SwissPhO sowie auch die Teilnahme an der IPhO werden vom Verein SwissPhO in ehrenamtlicher Arbeit organisiert. Der Verein ist Mitglied im Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden und dadurch in stetem Austausch mit den Olympiaden in Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Philosophie. (AZ)

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