Kaisten

Der Bau des Bildungscampus der Elsy-Amsler-Stiftung macht Fortschritte

Anfang Jahr reiste Elsy Amsler nach Kenia.

Anfang Jahr reiste Elsy Amsler nach Kenia.

Der Informationsabend der Kaister Elsy-Amsler-Stiftung fällt aus – ihre Hilfsprojekte in Kenia sind auf Kurs.

Seit über 30 Jahren hilft Elsy Amsler den Menschen in den ärmsten Regionen Kenias. Die Kaisterin hat über die Jahre hinweg unzählige Projekte realisieren können. Dazu gehören Brunnen, Kindergärten, Schulen, ein Erstversorgungsspital, ein Priesterhaus, Frauenprojekte und vieles mehr.

Fester Bestandteil in der Jahresagenda von Elsy Amsler und den Mitgliedern der gleichnamigen, 2006 gegründeten Stiftung ist der jährliche Informationsabend. An diesem wird jeweils über den Stand der Projekte sowie der angedachten Vorhaben berichtet. Diese Infoabende sind auch mit einem grossen Dankeschön an die Spender verbunden. «Sie sind es doch, die mit ihrer finanziellen Unterstützung all die Realisierungen der Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte erst möglich machen», betont Amsler. Mit grossem Bedauern muss sie den diesjährigen Infoabend absagen: «Die Corona­situation lässt es nicht zu.»

Trotz Dauerregen in Kenia vor Ort

Die mittlerweile 81-Jährige weilte im Januar dieses Jahres zusammen mit Stiftungsrätin Doris Grossenbacher bei einem weiteren Einsatz in Kenia. Der andauernde Regen hielt die beiden Frauen nicht davon ab, diverse Projekte der Stiftung zu besuchen. Grosse Freude bereiteten ihnen die Fortschritte beim Bau des Bildungscampus in Kigoto. Im dazugehörenden Kindergarten und der Grundschule werden bereits Hunderte von Mädchen und Buben unterrichtet. An der Berufsschule werden schon IT-Fachleute ausgebildet, und elf Frauen haben die Ausbildung zur Schneiderin gestartet. Die Nähmaschinen hat Elsy Amsler von diversen Spendern erhalten und persönlich nach Kigoto gebracht.

Weitere Berufe, die hier erlernt werden können, folgen. Die Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulen funktioniert, die Abschlüsse werden anerkannt. Weil die Schulwege zum Teil sehr weit sind, entsteht zurzeit auch noch ein zweiter Schlafsaal, in dem die Lernenden übernachten können. Zwischenzeitlich konnte auch ein sonnengelber Schulbus angeschafft werden. Der Strom für den Bildungscampus, so Stiftungsratsmitglied Doris Grossenbacher, soll nicht nur durch dieselbetriebene Generatoren, sondern auch durch Fotovoltaikanlagen gewonnen werden.

Corona verhindert eine weitere Keniareise

Stolz ist Elsy Amsler auch auf die zwei Brunnen, die während ihres Aufenthalts gebaut werden konnten. Mittlerweile sind es 16 Brunnen, die das lebenswichtige Wasser spenden. Besucht haben Elsy Amsler und Doris Grossenbacher während ihres Aufenthalts zudem zahlreiche frühere Projekte. So etwa die Geburtenstation. Mittlerweile müssen die Mütter einen kleinen Teil zu den Kosten beisteuern. Ziel von allen Elsy-Amsler-Projekten ist deren Selbstständigkeit. Dass es funktio­- niert, beweisen die vielen Beispiele, bei denen die verwirklichten Vorhaben schon lange nicht mehr auf Spenden der Stiftung angewiesen sind. «Das soll Hilfe zur Selbsthilfe auch sein», betont die Kaisterin.

Eigentlich wollte sie in diesem Jahr noch mal nach Kenia reisen. Corona lässt es nicht zu. Rückblickend auf die Monate, in denen die Pandemie auch in Kenia alles zum Stillstand gebracht hat, meint Elsy Amsler: «Wir haben Hilfspakete mit Essen und Hygieneartikel organisiert, um die grösste Not etwas lindern zu können.» Wenn die Kaisterin aufgrund ihres Alters mittlerweile etwas eingeschränkt ist, so zeigt das Blitzen in ihren Augen, dass sie alles daransetzen will, so lange wie möglich den notleidenden Menschen zu einem besseren Leben verhelfen zu können. (az)

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