Das kulturelle Leben der Stadt ­massgeblich mitgeprägt

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Alois Schmelzer starb unerwartet im Alter von 70 Jahren.

Völlig unerwartet verstarb am Mittwoch Alois Schmelzer in Laufenburg. Er hatte sich in den letzten 17 Jahren stark für das kulturelle Leben im Städtchen engagiert.

Der 1950 geborene Schmelzer wuchs in Basel auf. Er machte eine Ausbildung zum Dekorateur und studierte mit Anfang 30 Museumskunde. Danach arbeitete er lange am Sportmuseum Basel. Zusammen mit Walter Hochreiter gründete er 2000 in Weil am Rhein das Institut für Unternehmensgeschichte.

2003 nach Laufenburg gezogen, war Schmelzer schon bald nicht mehr aus dem kulturellen Leben der Stadt wegzudenken. Er arbeitete in dem Autorenkreis mit, der den von beiden Laufenburg 2007 herausgegebenen Jubiläumsband zum 800-jährigen Bestehen der Stadt verfasste. Schmelzer engagierte sich im Museum Rehmann, für das er die 2011 erschienenen Erinnerungen des Bildhauers Erwin Rehmann redigierte. Auch bei der Kulturnacht arbeitete Schmelzer mit.

Ab 2009 brachte Schmelzer seine Fähigkeiten ins Museum Schiff ein, wo er in der Folge die Jahresausstellungen mitkonzipierte. 2011 wurde Schmelzer in den Vorstand des Museumsvereins gewählt, dessen stellvertretender Vorsitzender er zuletzt war. Auch weil die von ihm für dringend notwendig erachtete Sanierung und Erweiterung des Museumsgebäudes von den Ortsbürgern im Februar in einer Abstimmung abgelehnt worden war, wollte Schmelzer sich nun aus der aktiven Vereinsarbeit zurückziehen. (von)

SP will im Zurzibiet 2. Sitz

Die Partei greift bei den Grossratswahlen mit einer Siebnerliste an – darunter der Bisherige David Burgherr.

Drei SVP-, zwei CVP- und je ein FDP- und SP-Vertreter. Aus Sicht der Sozialdemokraten im Bezirk Zurzach ist die Rechnung schnell gemacht. Als zweitstärkste Partei der Schweiz sei sie im Grossen Rat untervertreten, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Der Lengnauer David Burgherr, der 2017 für Monika Stadelmann aus Bad Zurzach nachrückte, vertritt als einziger SP-Parlamentarier die Anliegen in Aarau.

Das soll sich nun ändern: Zu den Wahlen am 18. Oktober greifen die Sozialdemokraten mit einer Siebnerliste an. Darunter David Burgherr, der für eine weitere Legislatur antritt. Bekanntestes Gesicht ist Elena Flach (Rekingen). Die Präsidentin der SP Frauen Aargau kandidierte im letzten Jahr für den Nationalrat. Flachs Schwerpunktthemen sind die Gleichstellung der Frauen sowie Wirtschaft und Gesellschaft. Weiter tritt Ilona Mühlebach-Neff (Tegerfelden) an. Als Gründungsmitglied der «IG gesunder Mobilfunk Zurzibiet» setzt sie sich für eine gesundheitsverträgliche Digitalisierung ein. Mit Bezirksschulrat Hans-Peter Hubmann (Schneisingen) verfügt die Partei über einen Kandidaten mit langer politischer Erfahrung.

Cybel Dickson ist Vizepräsidentin der JUSO Aargau und aktiv im Klimastreik. Die Bad Zurzacherin hat vor wenigen Tagen zudem ihre Kandidatur für den Regierungsrat bekanntgegeben. Stefanie Weber engagiert sich wohl als einzige Kandidatin im Bezirk aktiv für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Menschen. Der ehemalige Endinger Gemeinderat Felix Spuler bringt schliesslich grosse politische Erfahrung auch aus der Energiekommission Surbtal mit. (dws)

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