Schupfart
Das Hantieren mit Löschschaum-Geräten und Schläuchen will gelernt sein

Neu rekrutierte Feuerwehrleute erhielten während zwei Tagen ihre Basisausbildung. Rettungsmassnahmen und Hilfeleistungen wurden gelernt, und der Umgang mit den speziellen Geräten auf einem Löschparcour fleissig geübt.

Paul Roppel
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Die neu rekrutierten Feuerwehrleute erhalten Instruktionen am Schaumrohr.

Die neu rekrutierten Feuerwehrleute erhalten Instruktionen am Schaumrohr.

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Mit der Materie bestens vertraute Offiziere haben im Bezirk Rheinfelden die für ihre Organisation neu rekrutierten und meist ohne jegliche Vorkenntnisse eingerückten Feuerwehrleute während zweier Tage mit einer soliden Ausbildung in das künftige Handwerk eingeführt.

Im Vergleich zu den meisten, die in den Einführungskurs für Angehörige der Feuerwehr einrückten, brachte der 18-jährige Simon Bussinger geradezu profunde Vorkenntnisse für das künftige Feuerwehrhandwerk mit. «Eine gewisse Erfahrung lässt sich nicht abstreiten», meint er verschmitzt, aber ohne Überheblichkeit.

Kein Wunder, der im dritten Lehrjahr als Metzger stehende Wallbacher besuchte schon während sechs Jahren mit grosser Begeisterung die Übungen der Jugendfeuerwehr Regio Rheinfelden. Deshalb waren für ihn die Rekrutierung und der Übertritt in die Feuerwehr Unteres Fischingertal eine logische Fortsetzung.

«Feuerwehr ist ein Teil meines Lebens», meint der junge Mann selbstbewusst. Diese tiefgründige Überzeugung hat seinen guten Grund: Der angehende Feuerwehrmann hat ein Traumziel – er möchte einmal die Feuerwehr zum Beruf werden lassen.

Vater und Sohn im Kurs

Ein Profi seines Metiers ist der Kurskommandant im Bezirk Rheinfelden, der nun schon zum 13. Mal den Einführungskurs leitete und die Einsätze auf den Löschparcours befehligte. Andy Bussinger ist nämlich Berufsfeuerwehrmann und auch Kommandant der Feuerwehr Unteres Fischingertal. Sein Sohn Simon scheint zielorientiert in den Fussstapfen des Vaters zu folgen.

14 Frauen machen mit

Auch die anderen 45 Neueingeteilten, darunter 14 Frauen, erhielten am Freitag und Samstag in Schupfart von acht langjährigen Offizieren ihrer künftigen Organisation einen soliden Einstieg in die Brandbekämpfung und den Rettungsdienst. Die Klassenlehrer betreuten zusätzlich auch zwei Neulinge in ihrem Gremium, darunter Hospitant Patrick De Bona, der Kommandant der Jugendfeuerwehr.

Die meisten der Neuen trugen erstmals ihre persönliche Brandschutzausrüstung und sahen sich bei der Einstiegslektion «Materialkenntnisse» mit einer Fülle von Gerätschaften, deren Benennungen und Gebrauch konfrontiert. Und schon ging es über zur Brandbekämpfung, den Brandklassen, dem zielgerichteten Einsatz von Kleinlöschgeräten und verschiedener Löschmittel.

90 Teilnehmer in Eiken

Ein paar Stunden später mühten sie sich mit Löschschaumgeräten und dem Auslegen von Schlauchleitungen auf einem Löschparcours ab. In der Thematik Rettungsdienst wurden die Verwendung der Schiebeleiter, das Sichern von Personen und Lasten sowie die Rettungskette, erste Hilfeleistungen und Rettungsmassnahmen geübt.

Für die Organisation des Kurses war Michael Gysin aus Möhlin zuständig. Er organisierte auch den Kurs für den Bezirk Laufenburg, wo in dieser Woche über 90 Teilnehmer im Zivilschutzzentrum Eiken unter der Leitung von Doriano Moz ihren Einstieg ins Feuerwehrmetier erleben werden.

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