Rheinfelden
Das Fricktaler Museum als Faktor im Kulturbetrieb

Die Aktivitäten des Fricktaler Museums an der Marktgasse können sich sehen lassen. Die jüngste Versammlung der Ortsbürgergemeinde zeigte sich beeindruckt.

Peter Rombach
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Vorstellung eines elektronischen Museumsführers mit Kinderstimmen.

Vorstellung eines elektronischen Museumsführers mit Kinderstimmen.

Der Museumsleitung mit Kathrin Schöb Rohner und Ute W. Gottschall gelang es auch 2011, mit diversen Veranstaltungen nahe ans Publikum zu kommen, für Museumsbesuche zu werben. Die ganzjährige Sonderausstellung zur Bedeutung des Salzes für Rheinfelden wirkte magnetisch, ermöglichte einen Blick hinter die Kulissen der Salzproduktion ebenso wie auf den Einsatz als Heilmittel im Zuge von Badekuren. Dabei gab es eine Zusammenarbeit mit Basler Museen.

Dass leckere Gerichte auch ihre Geschichte haben, verdeutlichten die verantwortlichen Damen des Fricktaler Museums anlässlich eines kulinarischen und auch humoristisch geprägten Rundgangs: «Warum verbergen sich hinter Landjägern nicht nur Polizisten», lautete ein Thema. Während des ganzen Jahres bot sich auch die Chance, Tischkulturen aus längst vergangenen Zeiten zu studieren und kennen zu lernen. Um dies publikumswirksamer zu arrangieren, gab es an der traditionellen Useschtuehlete in der Marktgasse beim Museum eine barocke Biersuppe und auf Wunsch natürlich auch Führungen durch die historischen Räume. Verbunden mit Infos zur Gastrogeschichte der Region.

Die Kunst des Serviettenfaltens brachte die Museumsleitung an einem Workshop ebenfalls dem Publikum näher. Und mehrfach ging es um Darstellungen, wie sich Salz als letzter Rohstoff der Schweiz mit Tischkultur vereinbart. Dass dabei die Schweizer Rheinsalinen mit Produktionsstätten in Schweizerhalle und Riburg, zwischen Rheinfelden und Möhlin, mit im Boot sassen, versteht sich von selbst.

Trotz der zahlreichen Aktivitäten des Museumsteams sanken die Besucherzahlen im vergangenen Jahr, wie aus dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. «Auch die Sonderausstellung zur Schlacht bei Sempach mochte nicht die gleiche Schar Leute zu mobilisieren wie ein Jahr zuvor die Einweihung des Kurbrunnens», ist ein Unterton des Bedauerns hörbar. Kathrin Schöb Rohner und Ute W. Gottschall sind sich aber einig: «Die zukünftige Ausrichtung des Museums ist eine wichtige Aufgabe und muss wahrgenommen werden.» Derzeit gibts die Präsentation «100 Jahre Rheinbrücke».

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