Fricktal

Das doppelte Geschenk

Vorfreude auf Weihnachten: Franziska Bircher mit Adventskranz in «ihrer» Küchenausstellung in Wittnau. mf

Vorfreude auf Weihnachten: Franziska Bircher mit Adventskranz in «ihrer» Küchenausstellung in Wittnau. mf

Prominente blättern im Weihnachtsalbum. Heute: Franziska Bircher und der Puppenwagen, der zurückkam.

Franziska Bircher erinnert sich noch gut an Weihnachten in ihren Kindertagen. «Ich bin als ältestes von fünf Kindern auf einem Bauernbetrieb aufgewachsen», erzählt sie. An Heiligabend halfen die Kinder jeweils im Stall mit und verpassten das Christkind, das im Wohnhaus die Geschenke brachte, so um Haaresbreite. «Auf dem Rückweg ins Haus flatterte aber immer Engelshaar an den Büschen», so Bircher. Und auch wenn sie das Christkind natürlich nie gesehen hat, sagt sie heute: «Weihnachten war nie mehr so schön wie damals, als ich noch ans Christkind geglaubt habe.»

Sie blättert in einem Fotoalbum aus ihrer Kindheit. «Meine Mutter hat die Alben für mich und meine Geschwister gestaltet, oft hat sie zwischen Weihnachten und Neujahr die Zeit genutzt und Fotos eingeklebt», sagt sie, und hält bei einem Foto inne. Knapp drei Jahre alt ist die heutige Präsidentin des Gewerbevereins Region Frick-Laufenburg und Geschäftsführerin der Brogle AG Schreiner – Küchen in Wittnau auf dem Bild und sitzt unter einem mit roten Kugeln geschmückten Weihnachtsbaum.

Damals hat das Christkind zu Weihnachten gleich zwei Geschenke gebracht, die Franziska Bircher durchs Leben begleitet haben: ein geflochtenes Puppenwägeli mit Vorhängen und eine Kinderhandorgel. Letztere hat Franziska Bircher zur Musik gebracht, einem Hobby, dem sie auch heute noch frönt. «Aber ich habe mittlerweile zu den Blechbläsern gewechselt», sagt sie lachend. In der Musikgesellschaft Wölflinswil-Oberhof spielt sie Kornett.

Die Prognose des Samichlaus

Und auch das Puppenwägeli begleitet Franziska Bircher bis heute. «In meiner Kindheit haben wir oft und intensiv damit gespielt», erinnert sie sich gerne an das Geschenk zurück. Danach geriet das gute Stück etwas in Vergessenheit. «Aber zu meinem 40. Geburtstag habe ich es, frisch restauriert, erneut geschenkt bekommen», so Bircher. Heute hat es zu Hause einen Ehrenplatz – «und wenn meine Nichten und Neffen zu Besuch sind, spielen sie gerne damit». Apropos Nichten und Neffen: «Ich freue mich jeweils sehr auf Weihnachten», sagt Bircher. «Für mich ist das eine Sich-Zurückzieh-Zeit und ich geniesse es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen.»

Beim Weiterblättern im Fotoalbum hält Franziska Bircher noch bei einem weiteren Bild inne. Es zeigt den Samichlaus. «Meine Mutter hat mir erzählt, ich sei überhaupt nicht eingeschüchtert gewesen und habe jeweils munter Antworten gegeben.» Der Chlaus jedenfalls war beeindruckt: «Aus der wird mal was», habe er vor der Tür zur Mutter gesagt. «Ich war überrascht, als mir meine Mutter das erzählt hat», so Bircher weiter, «in meiner Erinnerung hatte ich immer einen Heidenrespekt vor dem Samichlaus.» Anmerken lassen hat sie sich diesen aber offensichtlich nicht.

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