Laufenburg
Das Alterszentrum «Klostermatte» erhält 25 zusätzliche Betten

Nach umfassenden Erneuerungsarbeiten in Frick legt der Verein Altersbetreuung im Oberen Fricktal nun den Fokus auf Laufenburg: Das Alterszentrums «Klostermatte» wird saniert und erweitert – auch ein Projekt für betreute Alterswohnungen besteht.

Peter Bircher
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Das Alterszentrum Klostermatte (gelb, in der Bildmitte) erhält auf Stadtseite einen Anbau. Visualisierung zvg

Das Alterszentrum Klostermatte (gelb, in der Bildmitte) erhält auf Stadtseite einen Anbau. Visualisierung zvg

Viele Mitgliedgemeinden aus dem oberen Fricktal und viele Einzelmitglieder besuchten die Vereinsversammlung des Vereins Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) im Alterszentrum «Klostermatte» Laufenburg. Präsident und Gemeindeammann Bernhard Horlacher aus Schupfart betonte, dass nach dem Abschluss umfassender Erneuerungsarbeiten in Frick nun Laufenburg im Fokus grosser Bautätigkeiten stehen wird. «Laufenburg wird uns nun fast zwei Jahre auf Trab halten», war vom Vorstandstisch zu hören.

Demenzabteilung mit 14 Betten

Der bereits früher bewilligte Kredit von rund 13,4 Millionen Franken löst nun eine beachtliche Bauinvestition aus. Beda Denkinger stellte das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt «Klostermatte» vor. Die Bettenzahl wird von 80 auf 105 Betten gesteigert. Die Tageszonen werden vergrössert, eine grosszügige Cafeteria wird platziert, Nasszellen werden saniert und im Erdgeschoss entsteht eine Demenzabteilung mit 14 Betten. Zusätzlich wird ein dritter Personenlift wird eingebaut, die Erdbebensicherheit hergestellt - und die Infrastruktur für das Personal und die Allgemeinräume sollen zukunftsorientiert ausgebaut werden.

24 betreute Alterswohnungen geplant

Im Rahmen der VAOF-Versammlung wurde weiter bekannt, dass das seit zwei Jahren in Beratung stehende Vorhaben für 24 betreute Alterswohnungen konkrete Formen annimmt. Es wird allerdings eine neue Trägerschaft entstehen müssen. Der VAOF wird sich voraussichtlich zusammen mit der L.H.B.-Stiftung beteiligen. In der Nähe der Binkert Buag AG und des Bahnhofes in Laufenburg sieht man eine ideale Standortmöglichkeit. In Diskussion ist auch die Kombination mit einer Art Motel, welches privatwirtschaftlich betrieben würde. Ein solches Objekt sei alternativ zu Hotel oder Mietwohnungen denkbar und könnte günstige Zimmer - man spricht von 70 Franken pro Nacht - für Kurzaufenthalter bereitstellen. Der VAOF wird für die notwendigen Grundsatzentscheide voraussichtlich eine ausserordentliche Vereinsversammlung einberufen. (bi)

Von den Behörden wurden drei wesentliche Auflagen gemacht: ein neues Fluchttreppenhaus sowie Anpassungen der Elektroinstallationen und des Lichtkonzeptes. Die Baukommission hat festgelegt, dass ohne teure Zwischenlösungen die Bausanierung mit strengem Zeitplan durchgeführt wird, alle Fenster saniert und die Balkone stark vergrössert werden. Die Baueingabe ist eingereicht. Die wesentliche Erweiterung kommt mit dem Vollausbau des vierten Obergeschosses zustande. Der ganze Gebäudekomplex wird mit dem bestehenden in drei Einheiten strukturierten Bau nicht mehr vergleichbar sein.

Geschäftsstelle an neuem Ort

Rund 6,1 Millionen Franken wird bei 99 Prozent Auslastung der Pensionsertrag sein, welcher leicht erhöht wird. Krankenkassen und Gemeinden steuern gemeinsam rund 4,7 Millionen bei. Der Personalaufwand liegt ohne generelle Lohnanspassungen bei 11,7 Millionen. Die Regelung ist jedoch laut Finanzchef Hansueli Bühler so, dass im Rhythmus von drei Anstellungsjahren gezielte Besoldungs-Anpassungen erfolgen. Geschäftsführer Andre Rotzetter wies darauf hin, dass die Geschäftsstelle neu ab 1. November an der Hauptstrasse 77 in Frick domiziliert sein wird.

Der Laufenburger Zentrumsleiter Heinz Stucki führte aus, dass starkes Gewicht auf die Ausbildung gelegt wird und man grosse Anstrengungen unternehme, möglichst auch Nachwuchs aus der Region zu gewinnen. So will man die Zahl der Ausbildungsplätze 2014 auf insgesamt neun erhöhen. Die Fricker Zentrumsleiterin Madeleine Dörflinger gab einen Überblick zum Gastrobetrieb in Frick mit eindrücklichen Zahlen: pro Tag werden 230 Mittagessen gekocht, 70 davon für die HPS Frick. Pro Jahr werden knapp 20 000 Liter Milch, 7,2 Tonnen Fleisch, 3,5 t Kartoffeln oder 19 500 Liter Mineralwasser verbraucht.

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