Fricktal

Camping-Boom bei Dauerplätzen zu spüren: «Immer mehr möchten einen festen Platz im Grünen»

Fabian Benz und Roger Mösch (r.) freuen sich über eine steigende Nachfrage auf dem Fricker Camping-Platz. (Archivbild: April 2018)

Campen liegt im Trend. Die Fricktaler Campingplatzbetreiber sind zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf.

Die Übernachtungen auf Campingplätzen stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich, wie ein Blick auf die nationalen Statistiken zeigt. 2018 wurde erstmals seit 2009 wieder die Marke von 3,5 Millionen Übernachtungen übertroffen. Auch dieses Jahr hält der Trend hin zum Campen an. Im Fricktal jedenfalls zeigen sich die Campingplatzbetreiber zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf.

«Der Camping-Boom ist auf jeden Fall bei den Dauerplätzen zu spüren. Immer mehr möchten einen festen Platz im Grünen», sagt etwa Alf Hesse vom Campingplatz Bachtalen in Möhlin. «Die Saison läuft und wir hatten einen starken Mai, dafür einen ruhigeren Hochsommer», beschreibt er den bisherigen Saisonverlauf.

Viele Gäste aus der Schweiz und Deutschland

Auch Guido Sutter vom Camping Waldesruh im Mettauertaler Ortsteil Wil spricht von einer bislang guten Saison. «Wir hatten sicher einen Zuwachs von Touristen mit Zelten und Campingbussen.» Die Feiertage seien gar meist ausgebucht und die Wochenenden sehr gut besetzt gewesen.

Roger Mösch und Fabian Benz, die in der zweiten Saison den Campingplatz in Frick betreiben, liegen zwar derzeit noch leicht hinter den Umsatzzahlen des Vorjahrs. Doch auch sie sagen, Camping sei sicher im Kommen. «Der Trend ist sicher das Zelten.»

Alf Hesse hat zudem festgestellt, dass die Tagesgäste immer jünger werden. Sie kämen hauptsächlich mit dem Transporter, VW-Bus oder mit dem Fahrrad. Überhaupt sieht er einen Trend hin zu Fahrradreisen. «Ich habe viele Schweizer, Deutsche, Franzosen und Niederländer, die ihr Auto hier bei mir abstellen und zwei Wochen durch die Schweiz fahren.» Ansonsten seien Busse und das flexible Reisen sehr angesagt. «Eine Nacht da, dann eine Nacht dort. Die grossen Wohnwagen kommen immer weniger», so Hesse.

Neben Schweizer Gästen übernachten auch auf dem Campingplatz in Frick oftmals Gäste aus Deutschland und den Niederlanden. Damit sind die Fricktaler Campingplätze im nationalen Trend: Von den knapp 3,6 Millionen Logiernächten auf Zeltplätzen im Jahr 2018 entfielen rund 2,4 Millionen auf Schweizer. 1,1 Millionen Übernachtungen wurden von Gästen aus Europa gebucht. Auf den ersten Plätzen stehen dabei Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich.

Auch wenn die Sommerferienzeit vorbei ist, dauert die Campingsaison noch an. In Kaiseraugst noch bis zum 15. September, in Frick, Mettauertal und Möhlin bis Ende Oktober. Bei Roger Mösch und Fabian Benz etwa macht der Herbst etwa 20 Prozent des Jahresumsatzes aus. Man merke zwar, dass es ruhiger geworden sei, beschreibt Alf Hesse die aktuelle Situation. «Aber es kommen trotzdem täglich neue Gäste.» Die Buchungen im Herbst seien stark wetterabhängig und oft spontan, weiss Guido Sutter. Er hofft deshalb auf Campingwetter in den kommenden Wochen. Denn: «Ein schöner Herbst ist immer ein schöner Abschluss.»

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Autor

Marc Fischer

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