Rheinfelden
Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg: Stück für Stück am Kranhaken

Ein Relikt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist bei der Kapuzinerkirche in Rheinfelden entfernt worden. Es handelt sich um einen Zivilschutz-Bunker. Der musste der Fernwärmeleitung Platz machen.

Walter Christen
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Situation bei der Kapuzinerkirche
15 Bilder
Patrick Bieber, der Chef, hat die Übersicht von oben
Patrick Bieber von der Erne AG, Bauunternehmung (links), und Franz Ressnig vom Stadtbauamt Rheinfelden
Krankette wird befestigt
Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg: Stück für Stück am Kranhaken
In der Baugrube wird der Habegger montiert
Hinter der Bunkerwand hängt noch mehr Beton
Erfolgreich aus der Baugrube gehobenes Stück vom Bunker
Eine Wand des Bunkers wird freigelegt
Der Lastwagen wird mit einem gewichtigen Betonbrocken beladen
Der Betonklotz ist verladen
Der 22,5 Tonnen schwere Brocken wird für den Abtransport vorbereitet
Das letzte Stück schwebt aus der Grube
Anspruchsvolle Arbeit
17,5 Tonnen schwerer Brocken

Situation bei der Kapuzinerkirche

Walter Christen

Der vor über 70 Jahren unter der Rheinfelder Kapuzinerkirche erstellte Zivilschutzbunker ist in den letzten Wochen Stück für Stück zersägt worden. Die tonnenschweren Einzelteile wurden mit einem Pneukran aus der Baugrube gehoben, auf Lastwagen verladen und abtransportiert. Gestern Dienstag wurden die letzten Elemente, 17,5 und 22,5 Tonnen wiegende Betonblöcke, nach einer aufwendigen Aktion herausgeholt.

Eine Herausforderung für Beteiligte

Patrick Bieber, Leiter Bohren und Trennen bei der mit der Arbeit beauftragten Erne AG, Bauunternehmung in Laufenburg, sorgte auch gestern persönlich für die Koordination und meinte nach erfolgter Aktion, die etwas länger gedauert hat, als angenommen: «Es ist auf jeder Baustelle anders, aber stets eine Herausforderung für Menschen und Maschinen. Wir sind alle froh, dass der Rückbau des Bunkers erfolgt ist.»

Wasserregime war gestört

Dass das längst nutzlos gewordene Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg Stück für Stück verschwunden ist, freut auch die Anwohner an der Kapuzinergasse. Denn der Schutzraum stand nicht nur den Leitungen des Fernwärmenetzes im Wege, sondern störte auch das Wasserregime im Untergrund seiner Umgebung massiv. Der Betonkubus hinderte Fels-, Grund- und Regenwasser am Abfliessen, sodass die Mauern und Keller der umgebenden Häuser stets feucht waren und bisher kaum genutzt werden konnten.

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