Brugg
Run auf die Zweiräder – die Velobörse florierte von der ersten Minute an

Auf der 35. Velobörse von Pro Velo Brugg-Windisch wurden über 450 Velos angeboten. Zwei Drittel davon wechselten den Besitzer, die restlichen wurden wieder abgeholt oder für das Hilfsprojekt «Velos für Rumänien» gespendet.

Ina Wiedenmann
Drucken

Interessenten für ein günstiges Velo stehen schon über dreissig Minuten in der Warteschlange vor dem Eisi-Platz. Die Schlange geht der Hauptstrasse entlang, in die Bahnhofstrasse über und endet schliesslich an der Einmündung zur Renggerstrasse.

Macht sich ein Bild von den Elektrovelos: Dominik Gysi aus Birr.
17 Bilder
Die Vereinsmitglieder von Pro Velo sind stets hilfsbereit.
Die Warteschlange ist lang.
Vereinspräsident Hörby Künzi ist zufrieden.
Bodo Jatsch mit Sohn Emil, der seinen Freund Pirmin dabei hat, und Carlotta Jatsch.
Diese Velos werden für Rumänien gespendet.
Punkt 10 Uhr hat das Warten ein Ende.
Vizepräsident Wolfgang Zetsch.
Auch ein Tandem war im Angebot.
Wer ein Rennvelo suchte, wurde in Brugg ebenfalls fündig.
Die angebotenen Velos konnten auch Probe gefahren werden.
Insgesamt wurden rund 450 Velos zum Kauf angeboten.
Der Kauf will gut überlegt sein.
Im Angebot war auch ein Liegerad.
Anstehen, um das Velo bezahlen zu können.
Auf dem Weg zur Kasse.
Alexander bekommt sein erstes Velo.

Macht sich ein Bild von den Elektrovelos: Dominik Gysi aus Birr.

Ina Wiedenmann / Aargauer Zeitung

Wer bei so viel Andrang eine klare Vorstellung davon hat, was er sucht und zudem noch schnell ist, der ergattert hier ein günstiges, ein leichteres, ein moderneres oder ein originelles Velo – mit anderen Worten: ein wahres Schnäppchen.

Pro Velo-Mitglieder stehen beratend zur Seite

Um zehn Uhr ertönt endlich der erlösende Glockenschlag. Die 35. Velobörse von Pro Velo Brugg-Windisch ist eröffnet. Die Besucher strömen in Scharen auf den Platz. Zielstrebig steuern sie die einzelnen Bereiche der Börse an.

Hier finden sie Rennvelos, Mountainbikes, Falträder, E-Bikes, Citybikes, Kinderfahrräder, Jugendräder, Herren- und Damenvelos und viele mehr sowie diverses Zubehör rund ums Rad.

Falls sie Fragen zu ihrem zukünftigen Velo haben, stehen ihnen fachkundige Pro Velo-Mitglieder mit Rat und Tat zur Seite. Die Besucher schauen sich um, testen Klingeln und Bremsen und machen vor dem Kauf eine Probefahrt. Erst dann entscheiden sie sich.

Velos für die Rumänienhilfe gespendet

30 Velos stehen etwas abseits. Sie wurden bereits am frühen Morgen für Rumänien gespendet. Am Ende der Velo-Börse werden noch etliche dazukommen, erklärt Alexander Mayer und Jens Künzi von Pro Velo Brugg-Windisch. Der Verein fördert mit diesem Hilfsprojekt seit mehreren Jahren Arbeitsplätze in Rumänien.

Die gesamte Velo-Börse ist, wie all die Jahre zuvor, klar ausgeschildert und effizient organisiert. Kurz nach Börsen-Öffnung stellen sich die ersten schon an der Kasse an. Vizepräsident von Pro Velo Brugg-Windisch, Wolfgang Zesch, steht am Eingang des Kassenbereichs. Er sagt:

«Wir mussten 100 Velos von Velohändlern ablehnen, damit nicht zu viele Velos hier auf dem Eisi-Platz stehen.»

Zesch weist geduldig die nächsten Velokäufer in die richtige Kassenlinie ein. Moriz Geue ist schon nach zehn Minuten fündig geworden. Zuvor machte er eine Probefahrt und weiss nun genau, dass dieses Velo zu ihm passt. Zwei seiner Kollegen beäugen seine Auswahl und scheinen ebenfalls damit zufrieden zu sein.

Zufrieden, gar stolz, wirkt auch der kleine Alexander auf seinem blauen Kindervelo mit Stützrädern. Er wird demnächst drei Jahre alt und bekommt heute sein erstes Velo. Völlig konzentriert steuert er zusammen mit seinen Eltern die Kasse an. Hinter ihm reihen sich weitere Börsenbesucher ein, die auch schon nach kurzer Zeit einen «Drahtesel» gefunden haben.

Hörby Künzi, Präsident von Pro Velo Brugg-Windisch markiert auf einer grossen Tafel mit zwei weiteren Vereinsmitgliedern die Velos, die inzwischen verkauft wurden.

Eines davon ist von Carlotta Jatsch. Sie hat es am Morgen zur Börse gebracht, weil sie auf der Suche nach einem Neueren ist und das Alte loswerden wollte. Das hat geklappt. Jatsch begründet ihre heutige Veloauswahl so:

«An diesem hier gehen die Bremsen gut und auch die Schaltung funktioniert leicht.»

Nicht nur sie, auch ihr Bruder Emil hat ein passendes Velo gefunden. Beide radeln zufrieden davon. Alle Velokäufer zahlen an der Kasse den vom Verkäufer festgelegten Preis. Anschliessend passieren sie mit ihrem Neuerwerb die Ausgangskontrolle. Die vielen strahlenden Gesichter verraten: Der Besuch hat sich gelohnt.