8000 bis 10 000 Besucherinnen und Besucher fanden am vergangenen Wochenende den Weg nach Laufenburg an die Altstadtweihnacht. Sie tauchten ein in die Weihnachtsstimmung in den Altstadtgassen und flanierten den knapp 100 Ständen entlang über die Rheinbrücke nach Deutschland. «Das Grenzüberschreitende macht diesen Markt so speziell», sagt Daniel Müller vom Verein Gewerbe Region Frick-Laufenburg (Geref), der die Altstadtweihnacht auf Schweizer Seite organisiert.

Müller zieht denn auch eine positive Bilanz des dreitägigen Markts. «Bei der Bühne am Laufenplatz war teilweise fast kein Durchkommen mehr», so Müller. Und: «Die Marktfahrer waren zufrieden und einige Essensstände waren am Sonntagnachmittag bereits ausverkauft.» Das zeige, dass die Besucher sich nicht nur umgeschaut, sondern auch konsumiert hätten. Glück hatten die Organisatoren mit dem Wetter. In der Nacht auf Sonntag fiel etwas Schnee «und dieser gab dem Markt nochmals eine besondere Note».

Handgefertigte Produkte in Möhlin

Mit der Laufenburger Altstadtweihnacht fand die Weihnachtsmarktsaison im Fricktal ihren Abschluss. Bereits zwei Wochen vorher fanden in Frick und Möhlin die Weihnachtsmärkte statt. Jener in Frick wird ebenfalls vom Geref organisiert und auch hier waren laut Müller alle Beteiligten zufrieden. Als einen der Höhepunkte der diesjährigen Austragung nennt er die «Motorradchläuse» des Motorradvereins Freaktal.

Dieses Jahr wurde der Fricker Weihnachtsmarkt um einen Samstag vorverschoben, da am 8. Dezember Feiertag ist. «Stimmungsmässig war das kein Unterschied zu früheren Märkten», sagt Müller. «Mit den Feuern und den Sternen kam tolle Weihnachtsstimmung auf.» Und auch die Besucherzahl habe mit 8000 bis 10 000 die Erwartungen erfüllt. Im kommenden Jahr wird «Weihnachten in Frick» dann aber wieder am 7. Dezember stattfinden.

Im Gegensatz zur dreitägigen Laufenburger Altstadtweihnacht findet der Markt in Frick nur an einem Tag statt. Ein Grund dafür sei, dass man in Frick keine Häuschen als Stände habe. «So müssten die Waren über Nacht mitgenommen und am nächsten Morgen wieder angeliefert werden», so Müller. Zudem habe der Geref bei den Markt-Teilnehmern einst eine Umfrage gestartet. Dabei hätten sich aber nur rund 50 Prozent für einen mehrtägigen Markt ausgesprochen.

In Möhlin nehmen die Markt-Teilnehmer den täglichen Auf- und Abbau auf sich. «Das funktioniert seit Jahren ohne Probleme», sagt Verena Siegenthaler, die in Möhlin den Adventsmarkt organisiert. Auf dem Gemeindehausplatz boten am Wochenende des ersten Advents rund 60 Stände ihre Waren feil. «An unserem Markt können nur Private teilnehmen, alle Produkte sind Handarbeit», hebt Siegenthaler ein Merkmal hervor. Darin liegt auch der vergleichsweise frühe Austragungszeitpunkt begründet. «Früher hatten wir zahlreiche Stände, an denen selbst gemachte Adventskränze und -gestecke angeboten wurden», so Siegenthaler. Deshalb habe man das erste Adventswochenende gewählt. Mittlerweile seien die Stände mit Gestecken zwar weniger geworden, «aber die Leute wissen, wann in Möhlin Adventsmarkt ist, also haben wir das Datum beibehalten», sagt Siegenthaler.

Mit der diesjährigen Austragung ist sie zufrieden. «Vor allem am Samstag lief es sehr gut.» Am regnerischen Sonntag allerdings fehlte dann das Wetterglück. «Da haben wir schon gemerkt, dass viele Leute nicht nach draussen gegangen sind.»