Fricktal

Bauarbeiten am «Rheinuferweg extended» gehen trotz Coronavirus weiter

Die Treppe beim Brückenkopf am Steiner Ufer soll im Sommer zum Verweilen einladen.

Die Treppe beim Brückenkopf am Steiner Ufer soll im Sommer zum Verweilen einladen.

Bereits jetzt weist der «Rheinuferweg extended» einige Attraktionen auf. Trotz Coronakrise wird eifrig weitergebaut. Ein Überblick über den aktuellen Stand.

Ein gemeinsamer Natur- und Erholungsraum soll sich ab Juni 2023 zwischen Kaiseraugst/Grenzach-Wyhlen und Stein/Bad Säckingen den Rhein entlang schlängeln. Mit verschiedenen Aufwertungsmassnahmen beteiligen sich diverse Gemeinden am grenzüberschreitenden «Rheinuferweg extended». Die AZ liefert einen Überblick über den Projektstand in den Gemeinden von Ost nach West.

In Stein begannen die Uferarbeiten Ende 2019. Bereits fertiggestellt ist die rund 20 Meter breite Badetreppe an der Adler-­Terrasse. Auch die Arbeiten an der Uferverbauung unter der Holzbrücke sind abgeschlossen, die Fundamente für die Plattform zur Naturbeobachtung sind ebenfalls fertig. Auswirkungen auf den Baufortschritt hat die Coronakrise keine. «Auf der Baustelle arbeiten nur vier Leute, die alleine auf einer Maschine sitzen oder mit genügend Abstand arbeiten», sagt Gemeindeschreiber Sascha Roth.

Die Nachbargemeinde Bad Säckingen will mit einem Aufzug einen barrierefreien Zugang zum Rhein schaffen. Der Baustart ist für Mai geplant. Im April soll mit den Arbeiten für eine Anlegestelle für Wanderbote begonnen werden. Die Aufwertung des historischen Dorfplatzes im Ortsteil Wallbach soll im Mai abgeschlossen werden.

In Mumpf steht die kantonale Bewilligung für die Aufwertungsmassnahmen noch aus. Unter anderem soll der Uferweg erhöht werden. Gegenüber, im deutschen Wehr, soll die Umsetzung der Massnahmen – etwa ein zentraler Steg für Wassersport und ein Aussichtshügel – im Herbst starten. Im deutschen Schwörstadt ist das Herzstück des Projekts ein Aufenthaltsbereich mit Grillstelle und Spielgelände. Beginn der Ausführung ist für Sommer 2020 geplant.

Unter Beachtung der Abstandsvorschriften des Bundes, so Stadtschreiber Roger Erdin, starteten kürzlich die Bauarbeiten für den Rundwanderweg Chleigrütgraben mit Panorama-­Aussichtspunkt oberhalb des Kraftwerks in Rheinfelden. In zwei bis drei Wochen sollen die Arbeiten an der 1,5 Kilometer langen Schlaufe abgeschlossen sein. Bei der Aufwertung der Rheinuferpassage beim ehemaligen «Hôtel des Salines» werden derzeit Wände, Decken und Stützen saniert. Das Baugesuch für eine Aussichtsplattform am früheren Eisensteg liegt seit Freitag auf.

Ein Blick auf die ­Schwesterstadt

Fertiggestellt auf der badischen Seite ist das Projekt «Sunnebuggele» – ein Aussichtspunkt auf die Schweizer Schwesterstadt. Der Bau einer Kanustation soll im Sommer vollendet werden.

In Grenzach-Wyhlen wurde bereits der Kraftwerksblick mit Himmelsschaukel und Baumlehrpfad erstellt. Im Verlauf des Jahres wird die Gemeinde entlang des Rheinuferwegs Ruhebänke aufstellen und den südlichsten Punkt Baden-Württembergs, der auf ihrem Gebiet am Rheinufer liegt, kennzeichnen.

Autor

Dennis Kalt

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