Gastgewerbe

Anstrengend, aber lohnenswert: In Fricktaler Restaurants läuft das Weihnachtsgeschäft

Einige Lokale in den Bezirken Laufenburg und Rheinfelden sind bis zu den Festtagen praktisch ausgebucht.

Von wegen besinnliche Zeit: Der Advent verlangt von den Wirten in der Region einiges ab. Die Reservationsbücher sind vielerorts voll. «Wir haben mehr als genug zu tun», sagt etwa Philipp Thoma vom Rheinfelder «White House».

Und auch Franz Dominik Brogle von der Sissler «Pinte» spricht von «einer anstrengenden Zeit für die Wirte und die Angestellten.» Wobei die beiden weit entfernt davon sind, zu jammern. Im Gegenteil: Für die Wirte ist die Weihnachtszeit zwar anstrengend, aber ebenso lohnenswert.

Spätestens Mitte November läuft das Weihnachtsgeschäft in den Restaurants an. Dann finden die ersten Weihnachtsessen von Unternehmen, Vereinen und Organisationen statt. Und mit den Festtagen ist das Weihnachtsgeschäft meist noch nicht abgeschlossen.

«Es gibt vermehrt Unternehmen, die ihre Weihnachtsessen in den Januar oder gar in den Februar legen», sagt Michel Schmid vom Landgasthof Krone in Wittnau. Für die Wirte bringt das einen Vorteil: Es gibt nicht einzelne Spitzenzeiten innerhalb weniger Tage – stattdessen sind die Anlässe über Wochen gut planbar.

Dabei helfen natürlich auch frühzeitige Reservationen, gerade bei grösseren Gesellschaften. «Die Anfragen dafür kommen oft schon im Sommer oder sogar noch früher rein», sagt Jörg Lenzin vom Landgasthof Ochsen in Wölflinswil.

Vor Weihnachten sind viele Abende ausgebucht

Nach den Herbstferien nehmen die Reservationen dann auch bei kleineren Gesellschaften und Privatpersonen spürbar zu. Da kann es passieren, dass eine Anfrage für das Wunschdatum abgelehnt werden muss – gerade bei eher kurzfristigen Reservationen. Im Rheinfelder «White House» etwa sind viele Abende bis Weihnachten schon komplett ausgebucht.

«Wer spontan anfragt, kann aber Glück haben, wenn es etwa eine kurzfristige Absage gegeben hat», sagt Thoma. Die Wirte versuchen, wann immer möglich gemeinsam mit den Gästen eine Lösung zu finden. «Wir bieten den Gästen etwa alternative Daten an», sagt Brogle.

Wichtig ist den Wirten, dass die Gäste auch tatsächlich auftauchen. Das Phänomen der sogenannten «No-Shows» – also von Gästen, die zwar reservieren, dann aber ohne Absage nicht kommen – ist auch im Fricktal bekannt. Das sei «mühsam», sagt Thoma. So kann es einerseits sein, dass der Tagesumsatz eines Tisches am Ende komplett fehlt.

Andererseits planen die Restaurants ihr Personal und die Menus nach den Reservationen. «Erscheint dann nur ein Teil der angekündigten Gäste oder gar niemand, kann es sein, dass wir Esswaren entsorgen müssen. Denn wir können nicht alles wiederverwenden», erklärt Lenzin. «Das ist schade.» Allerdings: Bei den «No-Shows» handle es sich um Einzelfälle, betonen die Wirte.

Und sie lassen sich davon die Laune nicht verderben, sondern versuchen vielmehr, ihren Gästen einige besinnliche Stunden zu verschaffen. Etwa mit speziellen Desserts – wie im «White House» mit einem Glacé aus dem Highheel. «Das Schönste ist, wenn wir merken, dass die Gäste unseren Aufwand schätzen», sagt Brogle.

Das sind die Aargauer Gastro-News 2019

Meistgesehen

Artboard 1