Herznach
Angestellte stirbt bei Firmenbrand in Herznach – Geschäftsleiter: «Es ist ein Albtraum»

Ein Grossbrand im Industriegebäude der Firma «Spyk Bänder» hat ein Todesopfer gefordert. Co-Geschäftsleiter Andreas Schmid zeigt sich betroffen über den Brand und den Todesfall. Die Flammen haben Teile des Bürogebäudes der Firma zerstört.

Marc Fischer
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Andreas Schmid, Co-Geschäftsleiter der Spyk Bänder AG: «Es ist ein Albtraum, wenn die eigene Firma brennt. Das Schlimmste aber ist, dass ein Mensch sein Leben verloren hat.»

Andreas Schmid, Co-Geschäftsleiter der Spyk Bänder AG: «Es ist ein Albtraum, wenn die eigene Firma brennt. Das Schlimmste aber ist, dass ein Mensch sein Leben verloren hat.»

Dennis Kalt/ZVG

Andreas Schmid, Teilhaber und Co-Geschäftsleiter der Spyk Bänder AG, wohnt selber ebenfalls in Herznach und ist seit den frühen Morgenstunden auf dem Brandplatz. Die Ereignisse der Nacht seien für ihn ein Riesenschock, sagt er. «Es ist ein Albtraum, wenn die eigene Firma brennt», so Schmid. «Das Schlimmste aber ist, dass ein Mensch sein Leben verloren hat.»
Am Montagnachmittag war das Todesopfer – die Polizei geht derzeit vom Suizid einer Angestellten der Firma aus – noch nicht identifiziert. Laut Andreas Schmid wird eine langjährige Mitarbeiterin vermisst und deren Familie von einem Care-Team betreut. «Die Frau war eine beliebte und wertvolle Mitarbeiterin», so Schmid. «Sie war wichtig für das Unternehmen.»

Das Fabrikgebäude brennt in der pechschwarzen Nacht lichterloh.
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Grossbrand in Herznach
Das brennende Gebäude am frühen Morgen vom Balkon eines Lesers aus gesehen
Das brennende Gebäude am frühen Morgen vom Balkon eines Lesers aus gesehen.
Die Feuerwehr wurde kurz vor 2 Uhr alarmiert. Bei der Durchsuchung des Gebäudes fanden die Einsatzkräfte eine tote Frau.
Der Grossbrand brach kurz vor 2 Uhr nachts aus.
Löscharbeiten an dem halb ausgebrannten Fabrikgebäude am Montagmorgen. Ein Grossbrand im Industriegebäude der Firma «Spyk Bänder» an der Hauptstrasse 2 in Herznach hat in der Nacht auf Montag ein Todesopfer gefordert. 
Die Feuerwehr ist auch gegen 9 Uhr noch im Einsatz.
Erste Hinweise deuten laut Kantonspolizei daraufhin, dass die Frau den Brand gelegt und Suizid begangen hat.
So sah das Industriegebäude in Herznach vor dem Brand aus.
Eine zweite Ansicht des Gebäudes vor dem Brand.
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach.
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Löscharbeiten nach dem Brand in Herznach
Der Brandplatz in Herznach am späten Montagnachmittag, kurz vor 18 Uhr.
Der Dachstock ist abgerissen worden

Das Fabrikgebäude brennt in der pechschwarzen Nacht lichterloh.

Leserbild

Produktion bald wieder aufnehmen

Das Rohmateriallager und die Produktion sind in anderen Gebäuden untergebracht. Gestern Nachmittag fanden noch Begehungen und Besprechungen statt. «Wenn es von der Stromversorgung her funktioniert, können wir die Produktion allenfalls bereits am Dienstag wieder aufnehmen», so Schmid. Wirtschaftlich sei es auch wichtig, bald wieder produzieren zu können, betont er. «Die Kunden warten auf Lieferungen.»

Allerdings soll auch der menschliche Aspekt nicht vernachlässigt werden. Die Geschäftsleitung sucht auch das Gespräch mit den rund 50 Angestellten. «Wir wollen so abklären, ob sich die Mitarbeiter in der Lage fühlen, bereits am Dienstag wieder zu arbeiten», so Schmid. Bei der Besprechung ist ebenfalls ein Care-Team vor Ort. «Denn uns alle bedrückt der Todesfall.»

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